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SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Bundestag

Mit Konfetti bejubeln die Fraktionsmitglieder von Bündnis 90/Die Grüne in Berlin das Ergebnis nach der Abstimmung zu Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts. In der Mitte Volker Beck.

(Foto: dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Die Ehe für alle kommt. In seiner letzten Sitzung vor Ende der Legislaturperiode hat der Bundestag entschieden, dass künftig auch homosexuelle Paare heiraten dürfen. Berlin-Korrespondent Stefan Braun berichtet von einem historischen Tag im Parlament, an dem nicht nur Freudentränen flossen, sondern sich auch Konflikte andeuteten, die bitter werden könnten. Wie alle Bundestagsabgeordneten abgestimmt haben, lesen Sie hier. Was sich durch die Ehe für alle rechtlich ändert, hat Felicitas Wilke zusammengefasst.

Die Störerhaftung ist endgültig Geschichte. Der Bundestag hat beschlossen, dass Betreiber öffentlicher Wlan-Hotspots keine rechtlichen Unsicherheiten mehr befürchten müssen. Bisher konnten sie dafür belangt werden, wenn ein Nutzer das bereitgestellte Internet etwa zum Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material verwendete. Zu den Einzelheiten

Die französische Politikerin Simone Veil ist gestorben. Sie war Holocaust-Überlebende, erste Präsidentin des EU-Parlaments und Heldin der Frauenbewegung. Im Alter von 89 Jahren ist Veil in Paris gestorben. Mehr dazu

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Die scheinheilige Merkel. Warum die Kritik der Bundeskanzlerin und CDU-Chefin am schnellen Durchsetzen der Ehe für alle wohlfeil ist. Von Robert Roßmann

"Kinder brauchen Vater und Mutter". Der CSU-Politiker Johannes Singhammer sieht durch die Öffnung der Ehe die Rechte von Adoptivkindern berührt. Sie hätten ein Recht auf die "bestmögliche Entwicklung". Von Kim Björn Becker

"Das geht dann schon ans Eingemachte". Ein englisches Gericht hat Boris Becker für bankrott erklärt, für ihn ist das ein großes Missverständnis. Im SZ-Interview nimmt er erstmals öffentlich zum Urteil Stellung - und fragt, warum er in Deutschland so oft missverstanden wird. Interview von Gerald Kleffmann

SZ-Leser diskutieren

Ja zur Ehe für alle - endlich? "Es wurde höchste Zeit", findet Ladylike. "Wenn sich zwei Menschen lieben und gegenseitige Verantwortung übernehmen wollen, spielt das Geschlecht keine Rolle." Auch Skipol hält die Entscheidung für längst überfällig und bezeichnet die Unions-Politiker, die mit "christlichen Werten" gegen die Ehe für alle argumentieren, als "doppelmoralisch". Für Kanzlerin Merkel sieht VIMOB eine "politische Niederlage", thebonepeople wirft ihr Opportunismus vor: "Dass sie gegen die Gleichstellung stimmt, zeigt, wie sie wirklich tickt." Entsprechend "Respekt" hat maximilian13 "für die CDU/CSU-Abgeordneten, die für das Gesetz gestimmt haben". FreieGedanken bleibt skeptisch: "Ob es eine gute Entscheidung war, wird sich erst in einigen Jahrzehnten sagen lassen." Diskutieren Sie mit uns.