Berlin:Schreckliche neue Welt

Lesezeit: 10 min

Berlin: Es ist "Krieg in Europa", sagt Scholz im Bundestag. Er ist nicht der Erste an diesem Tag und nicht der Letzte, der das sagen wird. Aber es gibt einen Unterschied. Scholz, kaum hundert Tage im Amt, ist jetzt der Mann, der erklären muss, was das bedeutet.

Es ist "Krieg in Europa", sagt Scholz im Bundestag. Er ist nicht der Erste an diesem Tag und nicht der Letzte, der das sagen wird. Aber es gibt einen Unterschied. Scholz, kaum hundert Tage im Amt, ist jetzt der Mann, der erklären muss, was das bedeutet.

(Foto: Hannibal Hanschke/Getty Images)

Als Olaf Scholz am Sonntag im Bundestag zum Rednerpult geht, lässt er Jahrzehnte deutscher Gewissheiten hinter sich. Der Sozialdemokrat gibt eine Regierungserklärung ab, wie sie kein Kanzler vor ihm halten musste. Von einem Tag, nach dem nichts mehr ist, wie es einmal war.

Von Daniel Brössler, Berlin

Da sitzt er jetzt. Er hat diesen Moment kommen sehen, er hat ihn gefürchtet. Er hat gewarnt, schrill manchmal. Er ist eigentlich allen da unten auf die Nerven gegangen, den Abgeordneten, der Außenministerin, dem Kanzler. Sie haben mit den Augen gerollt, wenn er nach Waffen rief. Wenn er die Deutschen vor einem historischen Versagen warnte.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Literatur
"Ich sagte zu meinen Studenten, Sex - wisst ihr, was das ist?"
Covid-Impfung
Die Nebenwirkungen der Covid-Impfstoffe
Psychologie
"Vergiftete Komplimente sind nicht immer leicht erkennbar"
Rüdiger Lange vom Deutschen Herzzentrum in München, 2015
Gesundheit
»Man sollte früh auf hohen Blutdruck achten«
Antisemitismus-Debatte
Wie links ist Eva Menasse?
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB