Westafrika:Warum Mali Hoffnungen auf Russland setzt

Lesezeit: 4 min

Westafrika: Smalltalk auf dem Markt in Gao: Deutsche Soldaten sind in Mali lange nicht so verhasst wie französische. Seine Hoffnungen setzt das Land aber auf Russland.

Smalltalk auf dem Markt in Gao: Deutsche Soldaten sind in Mali lange nicht so verhasst wie französische. Seine Hoffnungen setzt das Land aber auf Russland.

(Foto: Markus Heine/Imago)

Frankreich ist verhasst, die Zukunft des Bundeswehreinsatzes unklar - und Russland? Liefert Söldner und Waffen im Kampf gegen Aufständische. Die Sicherheitslage wird dabei aber immer schlechter.

Von Bernd Dörries

"Ich hoffe, dass die Russen uns noch viel mehr helfen werden", sagt Sidy Traore. Es ist ein heißer Tag im Februar 2022 in Malis Hauptstadt Bamako. Traore steht im Schatten eines kleinen Bungalows, den sein Vater einst gebaut hat, als Händler hatte er es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht - dem Sohn ist es nicht so gut ergangen, er hangelt sich von Job zu Job. Er und seine Freunde seien so etwas wie eine verlorene Generation in Mali, sagt Sidy Traore. Wer keine Kontakte in die Regierung hatte, habe lange Zeit keinen Job bekommen, die Sicherheitslage sei schlecht, die internationale Hilfe zu wenig.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Beautiful redhead with dog; single
Liebe und Partnerschaft
»Manche Menschen haben große Angst, allein zu sterben«
fremdgehen
Untreue
"Betrogene leiden unter ähnlichen Symptomen wie Traumatisierte"
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Two sad teens embracing at bedroom; Trauer
Tod und Trauer
Wie man trauernden Menschen am besten hilft
SZ-Magazin
Frauen
»Ich finde die Klischees über Feministinnen zum Kotzen«
Zur SZ-Startseite