Moskaus ehemaliger Oberrabbiner über Russland:"Der Eiserne Vorhang ist schon wieder zu einem Drittel zu"

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Pinchas Goldschmidt bei einem Besuch in München. Auf seine Gemeinde wurde Druck ausgeübt, damit sie sich für den Krieg ausspricht.

Pinchas Goldschmidt bei einem Besuch in München. Auf seine Gemeinde wurde Druck ausgeübt, damit sie sich für den Krieg ausspricht.

(Foto: Matthias Schrader/AP)

Nach 33 Jahren als Oberrabbiner von Moskau ist Pinchas Goldschmidt nach Israel gegangen - aus Protest gegen Putins Krieg in der Ukraine. Ein Gespräch über sein neues Leben im Exil und die Situation der Juden in Russland.

Interview von Peter Münch, Jerusalem

Pinchas Goldschmidt, 59, spricht leise, er ist kein Mann der lauten Töne. Dennoch hat er Schlagzeilen gemacht: mit seiner Ausreise aus Russland als Protest gegen den Krieg in der Ukraine. 33 Jahre lang war er zuvor Moskauer Oberrabbiner, seit 2011 ist er auch Vorsitzender der orthodoxen Europäischen Rabbinerkonferenz. Nach seiner Ankunft in Israel hatte er zunächst alle Interviewanfragen von internationalen Medien abgelehnt. Nun traf er sich mit der SZ in der Lobby des Jerusalemer King-David-Hotels zum Gespräch.

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