Kolumne:Herr und Knecht

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Kolumne: Wer der Reformation gedenkt, muss sich auch fragen, was er unter Freiheit versteht.

Wer der Reformation gedenkt, muss sich auch fragen, was er unter Freiheit versteht.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die Freiheit eines Christenmenschen beschrieb Luther vor nun 500 Jahren so: Niemandem untertan, jedermann untertan! Was diese Aufforderung heute bedeutet.

Von Heribert Prantl

Exsurge Domine - Erhebe Dich, Herr, und richte Deine Sache: So beginnt die Bannandrohungsbulle des Papstes gegen Martin Luther. Sie wird dann sogleich heftig und deftig: "Ein Wildschwein trachtet danach, Deinen Weinberg zu verwüsten." Der Papst war Leo X., der Weinberg war die Kirche und als Zerwühler galt der Professor im Städtchen Wittenberg an der Peripherie des Heiligen Römischen Reiches.

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