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Rechtsextremismus:Der Angriff

Jan Ranke fotografierte den Mann, während sie mit dem Auto flohen - im Rückwärtsgang.

(Foto: MM)

Zwei Journalisten werden in Thüringen von zwei Neonazis attackiert und schwer verletzt. Obwohl die mutmaßlichen Täter schnell identifiziert sind, passiert nur wenig. Eine Rekonstruktion.

Jan Ranke ist ein großer Mann. Schwarzes T-Shirt, Turnschuhe, kurze Hose. Er ist Aggressionen gewöhnt. "Bespuckt werden, Schubsereien, Morddrohungen, Schläge auf die Kamera. Alles Berufsrisiko, kenn' ich seit Jahren." Neu ist eine Geste, die ihm mehr zusetzt als die körperlichen Übergriffe: Bei Kundgebungen, die der 27-jährige freie Journalist und Fotograf dokumentiert, deuten Neonazis immer wieder Messerstiche in seine Richtung an. Weil sie die Geschichte kennen. Die Geschichte, die für Ranke zum Albtraum wurde. Zwei Journalisten werden gejagt, bedroht, schwer verletzt. Vor Zeugen. Ihre Kamera wird geklaut. Es gibt Fotos von dem Überfall. Beide Täter wurden identifiziert, es sind bekannte Rechtsextreme. Aber sie laufen bis heute frei herum.

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