Nordkorea Kim Jong-un soll noch im April Putin besuchen

Die Bildkombo zeigt die Staatschefs von Nordkorea und Russland, Kim Jong-un und Wladimir Putin.

(Foto: dpa)
  • Russlands Präsident Putin und Nordkoreas Machthaber Kim wollen sich dem Kreml zufolge noch in diesem Monat in Russland treffen.
  • Im Verhältnis zwischen den USA und Nordkorea zeichnen sich unterdessen neue Spannungen ab.
  • Nordkorea hat eine neue Waffe getestet und in den Atomwaffen-Verhandlungen mit den USA gefordert, Außenminister Mike Pompeo künftig auszuschließen.

Kremlchef Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un wollen sich nach Angaben der Präsidialverwaltung in Moskau noch in diesem Monat in Russland treffen. Auf Einladung Putins werde Kim in der zweiten Aprilhälfte in Russland erwartet, teilte der Kreml am Donnerstag in Moskau mit. Russische Medien berichteten, dass das Treffen in Wladiwostok im äußersten Osten Russlands und damit in der Nähe der nordkoreanischen Grenze vorbereitet werde. Als mögliche Termine wurden der 23. oder 24. April genannt. Bestätigt ist das aber nicht. Es wird das erste Treffen zwischen Putin und Kim sein.

Moskau setzt sich für eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für ein Entgegenkommen Pjöngjangs beim umstrittenen Atomprogramm ein. Aktuell geht es nach russischen Medienangaben darum, dass Zehntausende nordkoreanische Gastarbeiter das Land verlassen müssten.

Im Verhältnis zwischen Nordkorea und den USA zeichnen sich hingegen wieder deutliche Spannungen ab. US-Präsident Donald Trump hatte nach dem historischen ersten Gipfeltreffen im Juni 2018 über Monate auf ein Einlenken Kims im Atomstreit gesetzt. Ende Februar wurde ein Gipfel zwischen beiden in Hanoi vorzeitig abgebrochen. Als Knackpunkt galt Washingtons Weigerung, die Sanktionen gegen Nordkorea zu lockern, ehe es nicht nachweisbare atomare Abrüstungsschritte unternimmt.

Am Mittwoch hat Nordkorea zum ersten Mal seit dem abgebrochenen Gipfel öffentlich Waffen getestet. Den Test eines neuen taktischen Systems mit starkem Gefechtskopf habe Kim persönlich überwacht, berichtete die staatliche Agentur KCNA am Donnerstag. Zudem wolle das Land in den Atomgesprächen mit den USA nicht länger mit US-Außenminister Mike Pompeo verhandeln. Man brauche jemanden, der "vorsichtiger und reifer" kommunizieren könne, hieß es bei KCNA. Zur Ablehnung der Person Pompeo bei weiteren Verhandlungen zitierte KCNA den ranghohen nordkoreanischen Außenamts-Vertreter Kwon Jong-gun mit den Worten, das Treffen in Hanoi habe gezeigt, dass die Gespräche schlecht liefen, "wann immer Pompeo seine Nase hineingesteckt" habe.

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