Panama Papers Die Konten des Schreckens

In Panama nennen sie den festgenommenen Investor „Tica“, unter seinen Kunden findet sich ganz großer deutscher Geldadel.

(Foto: Joe Raedle/Getty Images)

Zum ersten Mal seit Veröffentlichung der Panama Papers werden führende Mitarbeiter der Kanzlei Mossack Fonseca angeklagt. Im Zentrum des Verfahrens in New York: ein deutscher Investor.

Von Mauritius Much, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer

Die Kundschaft der panamaischen Kanzlei war nie unproblematisch. Sie hatten hier zahlreiche kriminelle Kunden im Portfolio, Handlanger von Diktatoren, Mafia-Clans, Sanktionsbrecher, Waffenschmuggler und natürlich eine ganze Armee von Steuerhinterziehern. Aber ein Kunde machte den Partnern von Mossack Fonseca (Mossfon) dann doch Sorgen: Harald Joachim von der Goltz.

Der in Berlin-Charlottenburg geborene Investor war in Guatemala aufgewachsen, dann in die USA gezogen und dort steuerpflichtig. Nach ihren internen Schätzungen hatte er - mit ihrer Hilfe - sechzig bis siebzig Millionen Dollar ...

Der letzte Streich

Die Deutsche Bank war ein verlässlicher Partner in allen Steueroasen und bis zuletzt dort aktiv. Fragt sich nur: Hat die Bank nur geschlampt - oder bei der Geldwäsche geholfen? Eine Spurensuche. Von Frederik Obermaier, Bastian Obermayer, Meike Schreiber und Jan Willmroth mehr...