SZ am Abend:Nachrichten am 11. Juli 2022

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SZ am Abend: Seit Montag kommt in Lubmin am deutschen Ende der Ostseepipeline Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten kein Erdgas mehr an.

Seit Montag kommt in Lubmin am deutschen Ende der Ostseepipeline Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten kein Erdgas mehr an.

(Foto: Jens Büttner/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Ayça Balcı

Nachrichten kompakt

Habeck setzt bei Gasversorgung auf Solidarität der EU: Zur Vorbereitung auf einen möglichen Lieferstopp von russischem Gas setzt Bundeswirtschaftsminister Habeck auf Unterstützung der EU-Staaten untereinander und plant mit Tschechien ein gemeinsames Erdgas-Solidaritätsabkommen. Man sei sich bewusst, dass Gas im Notfall zwischen europäischen Ländern geteilt werden müsse, so Habeck. Zum Artikel

"Dieses Land ist nicht darauf vorbereitet, Verzicht zu üben": Ist die Gasversorgung der Haushalte wichtiger als die der Industrie? Chemie-Präsident Christian Kullmann stellt das infrage und warnt vor einem "Herzinfarkt der deutschen Wirtschaft" (SZ Plus). Zum Interview

Putin vereinfacht Ukrainern Erlangen der russischen Staatsbürgerschaft: Menschen in der gesamten Ukraine sollen künftig in einem vereinfachten Verfahren einen russischen Pass erhalten können. Die Bundesregierung sieht nach der Ankunft einer gewarteten Turbine und der Nord-Stream-1-Wartung keinen Grund mehr für eine Drosselung von Gaslieferungen. Zum Ukraine-Liveblog

Ukraine kündigt große Gegenoffensive an: Die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin ruft die Bewohner der von Russland besetzten Gebiete im Süden des Landes dazu auf, die Region zu verlassen. Notfalls auch in Richtung anderer besetzter Gebiete wie der Halbinsel Krim. Die ukrainische Armee bereite eine große Offensive vor, um die Gebiete um die Städte Cherson und Saporischschja zurückzuerobern. Zum Artikel

Abes Erben wollen eine Verfassung ohne Pazifismus: Nach dem Attentat auf Shinzō Abe verzeichnete die Regierungspartei LDP bei der Wahl am Sonntag deutliche Erfolge. Sie gewann 63 der 125 zur Wahl stehenden Sitze und zementierte ihre Macht mit dem kleineren Koalitionspartner Komeito. Mit den zwei rechten Oppositionsparteien Nippon Ishin no Kai und DPP errang sie die Zweidrittelmehrheit, die sie braucht, um die lang ersehnte Änderung der pazifistischen Verfassung von 1947 anzuschieben. Es war das beste Wahlergebnis der LDP seit 2013. Zum Artikel

IG Metall fordert stärkste Lohnerhöhung seit 2008: Auf Arbeitnehmer kommen bis Ende nächsten Jahres insgesamt bis zu 13 Prozent Inflation zu, rechnet die Gewerkschaft vor - und verlangt dieses Jahr eine der höchsten Lohnsteigerungen der vergangenen Jahrzehnte. Die IG Metall fordert für die vier Millionen Beschäftigten großer Industriebranchen acht Prozent mehr Geld. Arbeitgeber lehnen die Forderung als zu hoch ab. Zum Artikel

EU-Behörden empfehlen zweite Booster-Impfung für Menschen ab 60: Europa könnte ein neuer Corona-Herbst bevorstehen. Führende EU-Behörden sehen Handlungsbedarf und empfehlen angesichts steigender Zahlen eine Auffrischimpfung für Ältere und Vorerkrankte. Zum Artikel

Was außerdem noch wichtig war

Das hat heute viele Leser interessiert

Aus dem Leben eines Saugenichts: Seit einem Jahr sind Trinkhalme aus Plastik in der EU verboten. Schön gemeint war das. Nur: Die Alternativen aus Metall, Nudeln und Papier haben es nicht besser gemacht. Zum Artikel

Werden Immobilien billiger?: Die Zinsen auf Immobilienkredite sind rasant gestiegen, mit etwas Verzug fallen nun vielleicht die Preise für Häuser und Wohnungen. Was das bedeutet (SZ Plus) Zum Artikel

Verdammt lang leer: Wer wusste schon, wo Rehden ist, und wer, dass Deutschlands größter Gasspeicher von Russen kontrolliert wurde? Leider nicht viele. Und jetzt läuft die Zeit weg. Besuch an einem Schauplatz deutscher Naivität (SZ Plus). Zum Artikel

Zu guter Letzt

Leute: Ein Koffer voller "Kostüme": Cameron Diaz hat wohl mal aus Versehen Drogen geschmuggelt, die Pochers sind sich uneinig über Heidi Klums Umgang mit ihrem Nachwuchs, und "Coldplay" singt mit ukrainischen Kindern in Berlin. Zum Artikel

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