bedeckt München 17°
vgwortpixel

SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

4,6 Millionen Menschen in Deutschland wollen mehr arbeiten

Die Unternehmen in Deutschland exportieren weniger, weil Zölle die Produkte verteuern.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

EXKLUSIV Deutschland steht vor mageren Zeiten. Auch 2020 wird sich die deutsche Konjunktur nicht erholen, prognostizieren die Wirtschaftsweisen. Demnach wird die Wirtschaft nur um 0,5 Prozent wachsen. Gründe dafür sehen die Ökonomen auch im geplanten Brexit und im Handelskonflikt mit den USA, die den starken Export treffen. Von Cerstin Gammelin und Alexander Hagelüken

Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger teilweise verfassungswidrig. Das Urteil des Verfassungsgerichts gilt zunächst nur für Hartz-IV-Empfänger, die älter als 25 Jahre sind. Bei ihnen darf der Hartz-IV-Satz künftig nur noch bis zu einer Höhe von 30 Prozent gekürzt werden. Zudem erhalten Jobcenter einen größeren Ermessensspielraum, wann und wie lange Sanktionen zu verhängen sind. SZ-Autor Wolfgang Janisch begrüßt das Urteil, denn mit einer Kette von Demütigungen hole man niemanden aus der Arbeitslosigkeit.

Zwei Drittel aller nationalen Klimaschutzpläne sind ungenügend. Die Zusagen der Staaten reichen einem neuen Report zufolge bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung auch nur zu bremsen. Die Treibhausgas-Emissionen dürften mindestens bis 2030 weiter steigen. Mehr als 11 000 Wissenschaftler aus 153 Ländern warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einem weltweiten "Klima-Notfall". Von Christopher Schrader

Ziemiak nennt Forderungen nach Gesprächen mit der AfD "irre". Der CDU-Generalsekretär hält jegliche Form der Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei für "nicht akzeptabel". Mehrere Lokalpolitiker der Thüringer CDU hatten "ergebnisoffene Gespräche" mit der AfD gefordert. Zur Nachricht

Deutschland wird glücklicher. Nach zwei Jahren mit leicht sinkenden Werten sei 2019 ein "Glückssprung" auf ein neues Allzeithoch gemessen worden, heißt es im neuen Glücksatlas, den die Deutsche Post in Auftrag gegeben hat. Am zufriedensten sind die Bundesbürger demnach in Schleswig-Holstein, das Schlusslicht bildet Brandenburg. Zu den Einzelheiten

Jedem zehnten Schüler fehlen grundlegende Digitalkompetenzen. Dass allein das Aufwachsen in einem digitalen Zeitalter junge Menschen zu kundigen Computernutzern machen würde, ist ein Mythos, mit dem die Studie aufräumt. Über alle Länder hinweg verfehlten 18 Prozent der Achtklässler das grundlegende Kompetenzniveau. Eine Präsentation erstellen, einen Text formatieren, sicher im Netz unterwegs sein - das ist für diese Gruppe bereits eine große Herausforderung. Von Bernd Kramer

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Die CDU ist außer Rand und Band. Persönliche Abrechnungen, Profilierungssucht, Provokationsgehabe. Unter Christdemokraten macht derzeit ein jeder, was er will - weil die Partei zutiefst verstört ist. Kommentar von Nico Fried

Gabalier plant riesiges Volksmusik-Volksfest in München. Andreas Gabalier will das Münchner Messegelände ins "Epizentrum des Volks-Rock'n'Roll" verwandeln und 170 000 Besucher nach Riem locken. Von Michael Zirnstein

Vandalen in Sandalen. In einer Imagekampagne will das Bundesinnenministerium auf die Vielfalt Deutschlands hinweisen. TV-Spots, Plakate, Info-Streams und Online-Werbung zeigen unter anderem weiße Tennissocken in schwarzen Sandalen. Leider ist nichts an "Sooo deutsch" so deutsch - die Macher haben Ironie mit Idiotie verwechselt. Von Gerhard Matzig

SZ-Leser diskutieren​

Hartz IV: Halten Sie Sanktionen für sinnvoll? "Ja, aber in Maßen", schreibt kme-martin: "Unsere sozialen Sicherungssysteme dürfen nicht als bedingungslose, lebenslange Alimentierung missverstanden werden." Auch Kant hält Sanktionen für sinnvoll, "wenn sie im spürbaren, aber erträglichen Bereich erfolgen, ohne dass der Mensch zum Hungern verurteilt wird". Max schreibt: "Das Kürzen von Leistungen am Existenzminimum ist unsozial - ist es aber sozial, Geld von anderen Menschen anzunehmen und dann nicht selbst aktiv daran mitzuwirken, dass dies aufhört?" Diskutieren Sie mit uns.

© SZ.de

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite