SZ Espresso Nachrichten am Morgen - Die Übersicht für Eilige

Eine Ladenfront des Telekommunikationsunternehmens Huawei in Peking.

(Foto: AFP)

Was wichtig ist und wird.

Von Christian Simon

Was wichtig ist

US-Justizministerium erhebt Anklage gegen Huawei. Der chinesischen Firma und mehreren Tochterunternehmen werden Verstöße gegen die Iran-Sanktionen und Industriespionage zur Last gelegt. Die Anklageerhebung belastet die ohnehin stark angespannten Beziehungen zwischen den USA und China weiter. Erst Anfang Dezember war Huaweis Finanzdirektorin Meng Wanzhou auf Betreiben der US-Justiz in Kanada festgenommen worden. Zum Artikel

USA erhöhen den Druck auf Maduro. Die USA verhängen Sanktionen gegen den staatlichen Ölkonzern Venezuelas und frieren dessen Auslandsvermögen ein. Diese Maßnahme soll den amtierenden Machthaber Maduro dazu zwingen, die Macht an eine Übergangsregierung zu übergeben. Maduro will gegen die Sanktionen vor amerikanischen und internationalen Gerichten vorgehen. Zum Text

Trump darf Rede zur Lage der Nation am 5. Februar halten. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sprach ihm die nötige Einladung aus. Während des Shutdowns hatte sie ihm diese noch verweigert. In Pelosi hat Trump seine Meisterin gefunden, analysiert Thorsten Denkler.

Koalition will Informationsverbot für Schwangerschaftsabbrüche lockern. Ärzte und Krankenhäuser sollen legal darauf hinweisen dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Dies steht in einem Gesetzesentwurf, welcher der SZ vorliegt. Zudem sollen Krankenkassen die Verhütungspille zwei Jahre länger bezahlen. Von Kristiana Ludwig

Merkel erhält Fulbright-Preis. Die Kanzlerin wird für ihr Engagement für den Frieden ausgezeichnet. Als Preisträgerin steht sie in einer Reihe mit Carter, Havel und Mandela. Auch einer ihrer schärfsten Kritiker, US Botschafter Grenell, wohnt der Verleihung bei, berichtet Cerstin Gammelin.

Was wichtig wird

Debatte und Abstimmung über Mays Brexit-Plan-B im britischen Parlament. Das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen von Premierministerin May war am 15. Januar von der überwältigenden Mehrheit der Abgeordneten abgelehnt worden. May legte am 21. Januar einen Brexit-Plan-B vor. Für diesen ist ein Debattentag am 29. Januar vorgesehen. Die Abgeordneten haben die Möglichkeit, die Beschlussvorlage der Regierung zu ändern, bevor sie über den Plan abstimmen. Wie viele Änderungsanträge zur Abstimmung kommen, steht erst am Dienstag fest.

EuGH-Generalanwalt äußert sich zum EU-Kanada-Freihandelspakt Ceta und dessen Vereinbarkeit mit EU-Recht. Das Ceta-Freihandelsabkommen war im Oktober 2016 in Brüssel zwischen Kanada und der EU unterzeichnet worden. Belgien bestellte beim EuGH ein Gutachten, ob das Abkommen - insbesondere die Teil zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten - mit europäischem Recht vereinbar ist.

Frühstücksflocke

Ein Richter malt Mörder. Michael Fein hat das Böse auf die Leinwand gebracht: 23 Porträts von Serienmördern, in knalligen Farben. Die Kunst ist sein großes Hobby. Mit Kriminellen hingegen hat der 55-Jährige auch dienstlich zu tun. Fein arbeitet als Strafrichter am Amtsgericht Ingolstadt. Und genau dort, zur Verzierung der Flure, konnte man für lange Zeit auch seine Bilder sehen. Warum die Mörder nun nicht mehr hängen dürfen, erklärt Andreas Glas.