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Militärparade in Moskau:Russland zelebriert Sieg über Hitler

Mit einem großen Aufmarsch auf dem Roten Platz feiert Russland heute den Triumph über Nazideutschland vor 66 Jahren. Die pompöse Parade in Bildern.

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Quelle: AFP

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Mit einer großen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau feiert Russland den Triumph über Nazideutschland vor 66 Jahren. Das Leid der Russen, Ukrainer und anderer Völker des Riesenreichs im Zweiten Weltkrieg war unermesslich, die Sowjetunion war das Land mit dem höchsten Blutzoll. Der "Tag des Sieges" am 9. Mai ist daher der mit Abstand wichtigste Feiertag in der Russischen Förderation und wird in dem Land bis heute aufwendig zelebriert.

Text und Bildauswahl: Julia Berger/sueddeutsche.de

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"Je weiter diese Jahre wegrücken, um so größer wird unser Verständnis der Heldentaten unseres Militärs - des Mutes, der Willenskraft und der Selbstaufopferung", sagte Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte Dmitrij Medwedjew in einer landesweit übertragenen Ansprache über den Großen Vaterländischen Krieg. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion begann am 22. Juni 1941 der Große Vaterländischer Krieg, wie der Krieg gegen Nazideutschland noch heute in Russland bezeichnet wird.

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Rund 20.000 Soldaten marschierten über den Roten Platz, deutlich mehr als in den Vorjahren. Begleitet wurde die Parade von einem Militärorchester bestehend aus 1500 Musikern. Die Waffenschau sei ein Symbol der Stärke des Landes, sagte Staatschef Medwedjew.

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Auch schweres militärisches Gerät rollte vor dem Kreml über den Roten Platz. Um die Moskauer Straßen vor der schweren Militärtechnik zu schützen, bekamen die Ketten der Panzer und anderer Kettenfahrzeuge einen Gummiüberzug.

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Eine Kriegsveteranin möchte sich die Militärparade auf dem Roten Platz nicht entgehen lassen. Im Krieg dienten Frauen unter anderem auch als Scharfschützinnen in der Roten Armee.

Dmitry Medvedev, Vladimir Putin

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Regierungschef und Medwedjews Amtsvorgänger Wladimir Putin nahm ebenfalls an der etwa einstündigen Gedenkfeier teil. Im Zweiten Weltkrieg waren mehr als 20 Millionen Sowjetbürger - Zivilisten und Soldaten - ums Leben gekommen.

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Eine alte Frau hielt während der Parade auf dem Roten Platzstolz ein altes Sowjet-Plakat ("Mutter Heimat ruft!") in die Höhe. 

Damit auch die Sonne mit den Besuchern um die Wette strahlen konnte, vertrieben erneut Spezialflugzeuge mächtige Regenwolken über Moskau: Die Wolken wurden bereits Hunderte Kilometer vor der Hauptstadt mit einer Mixtur aus Stickstoff und einer Silberlegierung oder mit einem Zementpuder "geimpft", damit sie bereits dort abregnen.

People watch Russian military personnel as they march on the opposite embankment of the Moskva river during a military parade on the Victory Day in Moscow

Quelle: REUTERS

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"Keiner ist vergessen, nichts ist vergessen." Diese Strophen aus beliebten russischen Liedern der Kriegszeit sind heute noch aktuell. Auch in 23 anderen Städten, darunter St. Petersburg, Kaliningrad, Jekaterinburg, Murmansk und Wolgograd, wird an das Kriegsende in Europa gedacht. Die Vorbereitungen starten bereits einige Wochen vor dem Ereignis. Je nach Stadt wird die Parade mehrmals unter realen Bedingungen geprobt.

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Premiere: Bei der diesjährigen Parade wurde die neue Standard-Uniform der russischen Armee präsentiert. Als Kopfbedeckung wurden dabei anstatt der klassischen Schildmützen ausschließlich Barette getragen.

Russian military personnel march along Red Square during a military parade on Victory Day in Moscow

Quelle: REUTERS

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Dass Russland den Sieg über Hitler-Deutschland am 9. Mai, also einen Tag später als andere Länder feiert, liegt an der Zeitverschiebung. Der Beginn der Waffenruhe war 1945 auf den 8. Mai um 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgelegt worden. In Moskau war es da bereits 1 Uhr - also am 9. Mai.

© www.sueddeutsche.de/dpa/
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