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Krieg in Libyen:Rakete trifft Gaddafis Residenz

Es ist die zweite Nacht der Angriffe auf Libyen: In Tripolis hat es laute Explosionen gegeben, massives Luftabwehrfeuer ist zu hören. Das US-Militär hatte erklärt, Gaddafi selbst sei nicht Ziel der Angriffe. Zeugen berichten aber von Rauchschwaden, die aus Richtung des Bab al-Asisija-Stützpunktes kommen, wo der Diktator mit seiner Familie lebt. Offenbar wurde ein militärisches Kontrollzentrum getroffen.

Der internationale Militäreinsatz gegen Libyen ist in vollem Gange: Amerikanische, französische und britische Flugzeuge haben am Sonntag libysche Stellungen angegriffen. Machthaber Muammar al-Gaddafi drohte dem Westen zunächst mit Vergeltung: "Alle Libyer sind jetzt bewaffnet". Später kündigte die libysche Führung erneut einen Waffenstillstand an - den der Westen jedoch mit Skepsis sieht. Trotz stundenlanger Beratungen können sich Nato-Diplomaten weiterhin nicht zu einer Militäraktion durchringen.

Libyan army fire anti-aircraft missiles

Eine Rakete hat am Sonntagabend ein Gebäude von Muammar al-Gaddafis Residenz zerstört. Ein Anhänger des libyschen Diktators demonstriert davor gegen die Luftangriffe.

(Foto: dpa)
© sueddeutsche.de/dpa/AFP/Reuters/cag

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