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Migration:Refugee lives matter!

Unter unbeschreiblichen Bedingungen leben Tausende Menschen im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.

(Foto: AFP)

"Es geht um Leben und Tod": Das ist der Appell in der Corona-Krise. Gilt er auch in der europäischen Asylpolitik? Eine ernüchterte Bilanz zum Weltflüchtlingstag.

Kolumne von Heribert Prantl

Wer hätte gedacht, dass Politik zu so grundstürzenden Entscheidungen fähig ist. Wer hätte gedacht, dass sie in ganz Europa das Alltagsleben aller Menschen auf den Kopf stellt, um Leben von gefährdeten Menschen zu retten. Bis dahin schien es so, als sei das ungeschriebene Grundrecht auf ungestörte Investitionsausübung das wichtigste Grundrecht von allen. Bis dahin nannte man es Eigenverantwortung, wenn Schwache sich selbst überlassen blieben. Aber auf einmal war alles anders. Die Politik begriff: Es geht um Leben und Tod. Es muss gehandelt werden. Auf einmal war Solidarität das Wort der Stunde, der Tage und der Monate.

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