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Fußball und Politik:Zeit der Krieger

Match France Turkey

Ein ungewöhnlicher Anblick, aber leider kein überraschender: Die salutierende türkische Mannschaft beim EM-Qualifikationsspiel im Stade de France.

(Foto: Julien Mattia/ddp/Zuma)

Dass der Fußball unpolitisch wäre, ist eine beliebte Lüge der Funktionäre. Gerade heute ist er das Spielzeug von Autokraten und Speichelleckern.

Von Holger Gertz

Doch, es gab auch andere Zeiten, und in diesen anderen Zeiten spielte der Fußball eine andere Rolle, eine glücklichere. Kurzer Rückblick ins Jahr 1982, damals fand die Weltmeisterschaft in Spanien statt, in der Erinnerung war es ein buntes, aufregendes Turnier, der Himmel blau, der Rasen grün. Auf den Banden im Stadion Werbung für Mustang-Jeans, Coca-Cola, Winston-Zigaretten. Am Ende wurden die Italiener Weltmeister, im Finale gegen Deutschland. Ihr Mittelfeldspieler Marco Tardelli schoss ein schönes Tor und rannte danach wie angestochen über den gesamten Platz, die Augen halb geschlossen. Er lachte nicht vor Freude. Er brüllte vor Glück.

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