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Datenschutz - Erfurt:Potenzielles Datenleck in Corona-Testzentrum geschlossen

Corona
Ein Mitarbeiter hält ein Teströhrchen in den Händen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Erfurt (dpa/th) - Im Corona-Schnelltestzentrum für Besucher der Bundesgartenschau Erfurt hat es nach Einschätzung von Computerexperten eine Sicherheitslücke gegeben, durch die der Zugriff auf fremde Testergebnisse potenziell möglich war. Die Buchungsnummern mit Testergebnissen seien in fortlaufender Reihenfolge vergeben worden, was praktisch einen Zugriff auch auf fremde Ergebnisse ermöglicht habe, teilte der Verein zur Förderung von Technikkultur in Erfurt am Dienstag mit. Versuche des Vereins, die Schwachstellen schnellstmöglich an den Betreiber der Webseite zu melden, seien zunächst gescheitert. Sowohl die E-Mail-Adresse als auch die Telefonnummer hätten ins Leere geführt. Ein Sprecher des Zentrumsbetreibers bestätigte den Vorfall.

"Die Daten sind potenziell einsehbar gewesen, sofern man sich mit IT auskennt", erklärte das Unternehmen Kloepfel Holding GmbH mit Sitz in Düsseldorf, dass das Zentrum im Auftrag der Stadt Erfurt betreibt. Das Unternehmen habe das potenzielle Leck sofort nach Bekanntwerden geschlossen. "Jedoch können wir nach internen erstellten Gutachten mehrerer IT- und Forensik-Experten festhalten, dass kein Datenabfluss an Dritte stattgefunden hat mit Ausnahme der bereits bekannten Datenschutzbehörde und dem eingebundenen Technikverein", erklärte das Unternehmen. "Es muss sich daher niemand um seine persönlichen Daten sorgen." An die zuständige Datenschutzbehörde sei ein ausführlicher Bericht mit Stellungnahme und Gutachten geschickt worden.

Nach Angaben des Vereins können Besucher des Testzentrums vorab über eine Internetseite einen Termin buchen, der per SMS und Mail mit Buchungsnummer bestätigt wird. Auf diesem Weg erhalten sie auch das Testergebnis, das über einen Link als PDF-Datei abgerufen werden kann. Laut Verein werden die Buchungsnummern jetzt in zufälliger Reihenfolge vergeben. Die alten Daten seien entfernt worden. Zuvor hatte der MDR berichtet.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-650244/2

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