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Corona-Pandemie:Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Spanien

Tourismus auf Mallorca

Nach offiziellen Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde gibt es zurzeit mehr als 1500 Corona-Fälle auf den Inseln mit insgesamt etwa 1,15 Millionen Einwohnern.

(Foto: dpa)

In Spanien werden immer mehr Corona-Fälle registriert. Nun stuft die Bundesregierung das Land als Risikogebiet ein, das Auswärtige Amt gibt eine Reisewarnung heraus. Ausgenommen sind nur die Kanaren.

Nach einer zuletzt stark ansteigenden Zahl von Corona-Fällen in Spanien hat die Bundesregierung entschieden, das Land als Risikogebiet einzustufen. Ausgenommen davon sind die Kanarischen Inseln. Entsprechende Berichte bestätigte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums der Süddeutschen Zeitung.

Die Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Auswärtige Amt, das Innenministerium und das Gesundheitsministerium. Inzwischen ist die Ausweisung auch auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts gelistet. Wenig später erfolgte nun auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Festland-Spanien und die Balearen.

"Die Ausweisung als Risikogebiet ist keine Grenzschließung und kein Reiseverbot. Aber Reisende aus Spanien müssen bei Rückkehr einen kostenlosen Corona-Test machen. Bis ein negatives Testergebnis vorliegt, gilt häusliche Quarantäne (maximal 14 Tage). Wer nach Spanien reist, sollte sich unbedingt an die AHA-Regeln halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen", heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Während der vergangenen sieben Tage kletterte die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums vom Freitag auf mehr als 50 je 100 000 Einwohner. Nach offiziellen Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde gibt es zurzeit mehr als 1500 Corona-Fälle auf den Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera - mit insgesamt etwa 1,15 Millionen Einwohnern. Die Bundesregierung spricht von einem "sehr dynamischen Ausbruchsgeschehen".

Die Regionalregierung weist jedoch darauf hin, dass viel mehr als im Frühjahr getestet werde und die meisten Betroffenen keine bis nur leichte Krankheitssymptome aufwiesen.

© SZ/dpa/Reuters/fie/mane

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