2. Wieso es nur auf ein Dutzend der 50 Bundesstaaten ankommt

Bei der großen Mehrheit der Bundesstaaten weiß man heute schon, welche Partei am 8. November siegen wird. Die Republikaner werden sicher in Texas sowie vielen Südstaaten und im Mittleren Westen gewinnen; die Demokraten sind an den Küsten (etwa Kalifornien, Oregon, Massachusetts oder New York) nicht zu schlagen. Es kommt deshalb auf die swing states an, wo die Zahl der Wechselwähler dafür sorgt, dass der Wahlausgang noch offen ist.

Dort werden Trump und Clinton also die meiste Zeit verbringen und auch das meiste Geld für Wahlwerbung investieren: Swing states sind traditionell die Staaten New Hampshire, Ohio, Iowa, Florida, Virginia, Colorado, North Carolina, Nevada. Dazu kommen Pennsylvania und Michigan, wo Trump sich Chancen aus rechnet, und Arizona, wo Clinton auf einen Sieg hofft, da dort viele Latinos leben, die Trump verachten.

Jeder Bewerber fürs Weiße Haus braucht mindestens 270 von 538 Stimmen der Wahlmänner und -frauen - und seit 1992 haben die Demokraten alle vier Jahre in 18 Bundesstaaten sowie dem District of Columbia gewonnen (zusammen sind dies 242 Stimmen). Dieser Trend wird oft blue wall genannt, da die Parteifarbe der Demokraten Blau ist. Kommt es wieder so, bräuchte Hillary Clinton nur noch einen Sieg in Florida (29) oder eine Kombination aus einem Erfolg in Ohio (18) und Virginia (13).

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Bild: picture alliance / ZB 8. November 2016, 10:422016-11-08 10:42:32 © SZ.de/ghe/mcs