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CDU:Merkel will Kanzlerin für die unsicheren Zeiten sein

Angela Merkel tritt 2017 noch einmal an. Weil ihr Wille vorhanden ist, die Herausforderungen groß und die Themen spannend sind. Und für AfD-Anhänger hat sie auch ein paar Botschaften.

Applaus für Angela Merkel, als sie im Atrium des Konrad-Adenauer-Hauses auf die Bühne tritt. Auf der Empore der CDU-Parteizentrale klatschen Julia Klöckner, Ursula von der Leyen, Volker Kauder. Und noch ein paar andere aus dem CDU-Bundesvorstand sowie Mitarbeiter der Parteizentrale. Sie wissen was kommt.

Merkel wird jetzt hier vor der versammelten Presse ihre Bereitschaft erklären, die Union zum vierten Mal in einen Bundestagswahlkampf zu führen. Das haben vor ihr nur Konrad Adenauer und Helmut Kohl versucht. Beide erfolgreich. Ein historisches Ereignis irgendwie.

Lange habe sie mit sich gerungen, sagt Merkel. Sie habe "sprichwörtlich unendlich viel darüber nachgedacht". Denn: "Die Entscheidung für eine vierte Kandidatur ist nach elf Amtsjahren alles andere als trivial. Weder für das Land, noch für die Partei noch - ich sage es ganz bewusst in dieser Reihenfolge - für mich persönlich."

Sie habe sich gefragt, ob sie noch die nötige Neugierde habe, die Lust, vier Jahre im Amt die Politik in Deutschland zu gestalten. Aber jetzt, nach Monaten der Entscheidungsfindung, ein klares Ja. Die Herausforderungen seien groß, die Themen spannend und ihr Wille vorhanden. Warum sie solange gebraucht habe? Das sei eben so. Aber dann stehe sie auch dazu, sagt sie.

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Bundeskanzlerin

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Warum sie noch einmal antritt?

Entspannt wirkt sie. Mit sich im Reinen, wie sie dasteht. Die Haare nicht mehr ganz so akkurat gekämmt wie noch am Morgen. Aber mit fester Stimme. Sie vermittelt den Eindruck, dass sie weiß, was sie da macht.

Es war am Ende keine Überraschung mehr. Eine Absage Merkels hätte die Partei in eine tiefe Krise gestürzt. In zwei Wochen kommt die CDU zu ihrem Bundesparteitag in Essen zusammen. Bis dahin hätte jemand anderes den Staffelstab übernehmen müssen. Nur wer? Kandidaten drängen sich gerade nicht auf. Auch wenn Merkel sagt, es gebe immer jemanden der den Staffelstab übernehmen könne. Das gehöre zum Wesen der Demokratie.

Warum sie noch einmal antritt? Weil die Menschen wohl wenig Verständnis hätten, wenn "ich jetzt nicht noch einmal meine ganze Erfahrung und das, was mir an Gaben und Talenten gegeben ist, in die Waagschale werfen würde, um meinen Dienst für Deutschland zu tun".

Sie will das für volle vier Jahre tun, "wenn die Gesundheit es zulässt". Aber was soll sie auch anderes sagen. Würde sie nur zwei Jahre antreten, wer würde dann noch CDU wählen.