Bundestag – Ulrich Maurer (Die Linke)

Es war eine Mischung aus Frustration und Enttäuschung, die Ulrich Maurer eine neue politische Heimat suchen ließ: Frust angesichts der Politik der Agenda 2010 von Kanzler Gerhard Schröder - und Enttäuschung nach der herben Klatsche durch seine Genossen bei der Bewerbung für Platz eins der SPD-Landesliste für die Europawahl 2004. Ulrich Maurer wechselte 2005 das Lager: von der SPD zur Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), die 2007 in der neu gegründeten Partei Die Linke aufging. 

Der 64-jährige Jurist war von 1980 bis 2005 Mitglied des baden-württtembergischen Landtags, kandidierte 1982 in Stuttgart für das Amt des Oberbürgermeisters, war Vorsitzender der Landes-SPD Baden-Württemberg und Mitglied im Bundesvorstand. Nach dem Bruch mit den Genossen zog Maurer 2005 für das Wahlbündnis Linkspartei in den Bundestag ein und ist seit 2009 stellvertretender Fraktionschef.

Bild: Karwasz 28. Juni 2013, 13:442013-06-28 13:44:48 © Süddeutsche.de/müh/dpa/josh/joku/lala