Bundespräsidenten-Wahl:Anatomie eines Amtes

Lesezeit: 15 min

Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck vor dem Portal des Schlosses Bellevue in Berlin.

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Am Sonntag wird Frank-Walter Steinmeier wohl zum zwölften Bundespräsidenten gewählt. Was kann er bewirken? Ist es Zufall, dass auch er wieder ein Protestant ist?

Von Heribert Prantl

Das Urbild

Elly Heuss-Knapp steht auf einem Balkon nahe dem Bonner Rathaus und wartet auf den Beginn der Feierlichkeiten. Sie schaut auf die Menge, die sich auf dem Marktplatz versammelt hat, um ihren Gatten, den neu gewählten Bundespräsidenten zu ehren. Die Szenerie, so findet sie, sieht aus "wie ein Stiefmütterchenbeet". Elly Heuss-Knapp versteht etwas von anschaulichen Formulierungen, sie hat als Werbefachfrau die Familie Heuss durch die Nazi-Zeit gebracht und die Rundfunk-Jingles erfunden. Es ist der Abend des 12. September 1949: Fackeln brennen, die Häuser sind so geschickt beflaggt, dass man von den Bombenschäden möglichst wenig sieht. Schulmädchen stehen im Halbkreis, mit Blumensträußen.

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