Wie Konrad Adenauer und Ludwig Erhard vor 69 Jahren um eine revolutionäre Rentenreform rangen – und warum ihr historischer Streit heute wieder hochaktuell ist.
Kommunalwahl in Bayern
:Super-Ager in den Rathäusern
Lebenserfahrung statt Laptop-Kenntnisse: Weil die Altersgrenze für hauptamtliche Bürgermeister abgeschafft wurde, treten in vielen Gemeinden Bewerber im Rentenalter an. Was treibt die Generation 67 plus an, sich politisch zu engagieren?
Prantls Blick
:Konrad der Große
Als Kanzler war Adenauer „der Alte“ und eine lebende Legende. In seinen jungen Jahren war er ein genialischer Oberbürgermeister. Eine Laudatio zum 150. Geburtstag auf den Mann, der im Rathaus lernte, was er später als Staatsmann brauchte.
Das Politische Buch 2025
:Die wichtigsten Bücher des Jahres
Die Top 20 der Redaktion „Das Politische Buch“ zeigen, welche Analysen zu aktuellen Konflikten 2025 aus der Masse hervorstachen – und welche zeithistorischen Werke essenzielle Erkenntnisse brachten.
CDU
:Kramp-Karrenbauers Sieg ist eine schwere Niederlage für Merz
Der Kandidat des Kanzlers fällt bei der Kampfabstimmung um den Vorsitz der Adenauer-Stiftung durch. Es gewinnt die Frau, der Merz einst bei der Wahl zum CDU-Vorsitz unterlag.
MeinungUSA
:Wenn Europa Glück hat, ist das der Anfang vom Anfang
Deutschland ist seit jeher zerrissen zwischen der Verbundenheit mit den USA und mit Europa. Doch nun hat der amerikanische Präsident die Scheidungspapiere eingereicht. Es ist zu tun, was Merkel im Jahr 2018 verlangte, aber nicht tat.
CDU
:Machtprobe um Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung
Parteichef Merz schlägt Unionsfraktionsvize Krings als neuen Leiter der parteinahen Stiftung vor. Damit stellt er sich gegen eine frühere CDU-Vorsitzende.
Annegret Kramp-Karrenbauer
:Der Berliner Politikbetrieb interessiert sie wieder – zum Leidwesen von Friedrich Merz
Sie will Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung werden, doch der Kanzler empfiehlt jemand anderen. Und die Stiftungsmitglieder haben die Wahl zwischen einem Mann, den kaum jemand kennt, und einer Frau mit einer beeindruckenden Karriere.
Buch über die „blockierte Republik“
:Wie schaffen wir es aus der Krise?
„Wir können uns mehr zumuten, wenn wir nur wollen“, schreibt der Historiker Frank Trentmann mit Blick auf die zahllosen aktuellen Krisen und die Erfolge der alten BRD. Aber kann der Blick zurück überhaupt helfen auf dem Weg in die Zukunft?
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wie schützen wir die Demokratie vor der AfD, Herr Lammert?
„Weder Kooperationen noch Koalitionen“: Der CDU-Politiker Norbert Lammert plädiert für eine strikte Abgrenzung.
Runder Geburtstag des Kanzlers
:Ein fast normaler Arbeitstag
Der Bundeskanzler feiert 70. Geburtstag – ohne „großes Aufheben“ und ohne Merkel. Was stattdessen geplant ist.
150. Geburtstag von Konrad Adenauer
:Der autoritäre Demokrat
Gleich drei neue Bücher beleuchten das Leben des ersten Kanzlers der Bundesrepublik – und sie ergänzen einander wegen unterschiedlicher Schwerpunkte auf ideale Weise. Konrad Adenauer wies den Deutschen den Weg nach Westen.
ExklusivKonrad-Adenauer-Stiftung
:Norbert Lammert verlässt die politische Bühne
Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert gibt den Vorsitz der Adenauer-Stiftung ab. Damit zieht sich ein Christdemokrat aus Berlin zurück, der einmal gute Chancen auf das erste Amt im Staat hatte.
Fernsehen
:Ein Tag, der Geschichte machte
Titanen der Zeitgeschichte darzustellen, ist ein schwieriges Unterfangen. Der Film „An einem Tag im September“ über das Treffen zwischen Adenauer und de Gaulle 1958 lohnt sich trotzdem.
Zeitgeschichte
:„Adenauer war ein Glücksfall für die ‚führerlosen‘ Deutschen“
Nachdem die Bundesrepublik im Westen verankert war, machte sich Adenauer 1955 zu seinem historischen Besuch in Moskau auf: Der Historiker Norbert Frei darüber, ob die Reise wirklich so ein diplomatisches Meisterstück war und wieso es eine weitere Adenauer-Biografie braucht.
Historische Alleingänge
:Die Coups der Kanzler
Viel wird derzeit über den „Alleingang“ von Friedrich Merz beim Thema Israel geredet. Einsame Entscheidungen haben aber schon viele Kanzler getroffen und eine Kanzlerin auch. Nicht immer waren Sachargumente ausschlaggebend.
Biografie über Armin Mohler
:Wegbereiter für die Neue Rechte
Mit seiner Schrift über die „Konservative Revolution“ traf Armin Mohler in der Bonner Republik den Nerv derer, die dachten, ein bisschen Faschismus schadet nicht. Maik Tändlers Biografie zeigt eindrucksvoll, wie heute rechtsintellektuelle Netzwerke auf Mohlers Thesen aufbauen.
Ford
:Angst vor der Pleite
Die Ford-Beschäftigten in Köln wollen streiken: für hohe Abfindungen beim geplanten Stellenabbau und für Schutz vor einer Insolvenz.
Kanzlerwahlen in Deutschland
:Knapp war es schon öfter
Mehr als einen Wahlgang hat vor Friedrich Merz noch kein Bundeskanzler gebraucht, um ins Amt zu gelangen. Aber Erfahrungen mit hauchdünnen Mehrheiten haben bereits frühere Kandidaten gemacht.
Buch über „Das Kanzleramt“ in der frühen BRD
:Diese lästige Demokratie
NS-Vergangenheit verharmlosen, alte Kameraden fördern, Pressefreiheit und Forschung behindern – das war der Dreiklang aus dem Bonner Kanzleramt bis zum Ende der 1960er. Eine umfassende Studie bringt bislang unbekannte Details aus der Schaltzentrale der Macht ans Licht.
Geschichte Kölns von 1918 bis 1933
:„Nur ein frohes Volk kann neue Zeiten bauen“
Christoph Nonns meisterliche und höchst unterhaltsame Geschichte Kölns von 1918 bis 1933 belegt: Die Weimarer Republik war nicht von vornherein zum Untergang verdammt.
Debatte nach Habermas’ Essay „Für Europa“
:Der Westen, wie wir ihn kannten, ist weg
Zum neuen Essay von Jürgen Habermas: Siebzig Jahre nach dem ersten Anlauf muss eine gemeinsame europäische Verteidigung gelingen. Die Alternativen wären für Deutschland und den Kontinent verhängnisvoll.
„Zweite Karrieren“ von NS-Eliten nach 1945
:Schweigen, leugnen, weitermachen
Viele NS-Spitzenmänner kamen nach 1945 schnell wieder in leitende Funktionen. Wie lief die Aufarbeitung und was wurde dabei versäumt? Hans-Ulrich Thamer versucht eine Bilanz der „Behördenforschung“.
Friedrich Merz im Wahlkampf
:Auftakt mit Adenauer
Ein wenig Pathos, ein paar Gratulationen und viel Selbstbewusstsein: Friedrich Merz startet in den Wahlkampf bei einer Feier zu Ehren Adenauers auf dem Petersberg – und betont die konservativen Wurzeln der Union.
ExklusivStiftungen
:„Wir orientieren uns am Friedensnobelpreis“
Den Aachener Karlspreis haben bekannte Politiker wie Wolodimir Selenskij erhalten. Künftig ist die Auszeichnung auch dotiert – mit einer Million Euro. Die Stifter erklären, wieso.
ExklusivImmobilien
:„Deutschland hat mit Abstand die höchsten Baukosten in Europa“
Die Immobilienbranche steckt in der Krise, doch die Familienfirma Bauwens steht solide da. Juniorchef Fabian Bauwens-Adenauer – ein Urenkel des Kanzlers – erklärt, welche Fehler Glücksritter gemacht haben und wie Wohnungen billiger werden können.
„Amnestielobbyismus für NS-Verbrecher“
:Netzwerk der Nazi-Freunde
In der frühen Bundesrepublik agitierten Juristen vehement für die Freilassung von NS-Verbrechern und hatten damit oftmals Erfolg. Der Rechtshistoriker Philipp Glahé zeigt, wie der „Heidelberger Juristenkreis“ arbeitete und wie die Mitglieder davon profitierten.
Angela Merkel
:Wann kommt ihr Bild ins Kanzleramt?
Noch nie verging so viel Zeit, bis ein neues Kanzlerporträt aufgehängt wurde. Merkel aber hat – offiziell – noch immer keinen Plan, wer ihr Bild anfertigen soll. Und drängen lässt sie sich schon gar nicht.
MeinungSoziale Marktwirtschaft
:Man kann der CDU auch einfach mal Danke sagen
Vor 75 Jahren beschloss die Partei ihre Düsseldorfer Leitsätze. Sie prägen die Bundesrepublik bis heute. Über ein Wunder, das zum Wirtschaftswunder führte.
Ludwig Erhards Aufzeichnungen „Meine Kanzlerjahre“
:Der Kanzler im Schatten Adenauers
Fast 50 Jahre nach seinem Tod werden Ludwig Erhards Erinnerungen an seine kurze Kanzlerzeit publiziert. Sie sind zu Rechtfertigungen eines Verbitterten geraten.
Zeitgeschichte
:Die Fassungslosigkeit hat ihre Grenzen
Österreich erkennt dem früheren deutschen Staatssekretär Hans Globke posthum einen Orden ab, wegen dessen Rolle im Dritten Reich. In Berlin ist man hingegen erschreckend gelassen.
75 Jahre Grundgesetz
:Volksparteien? Das war einmal
Seit der ersten Bundestagswahl vor 75 Jahren hat sich die Parteienlandschaft stark verändert. Ein Rückblick auf vier historische Parlamente.
75 Jahre Grundgesetz
:Das Bonn-Berlin-Drama
Während die Sowjets die geteilte Stadt blockierten, erarbeitete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz. Sabine Böhne-Di Leo erinnert an die bewegten Zeiten, als der Kalte Krieg begann.
75 Jahre Grundgesetz
:Blumen, Unkraut, ganze Kerle
Dem ersten deutschen Nachkriegsparlament gehörten 382 Männer an und 28 Frauen. Wer waren diese Frauen? Und wofür setzten sie sich ein? Und wo steht der Bundestag heute beim Thema Parität? Ein Porträtbuch liefert Aufklärung.
75 Jahre Bundesrepublik
:Auf jedem Komma wuchtet ein Gewicht
1948/49 entstand in Bonn die erfolgreichste demokratische Verfassung, die die Deutschen je hatten. Über den weiten Weg zum Grundgesetz.
Politik und Kulinarik
:Blutwurst und Helgoland-Hummer
Essen ist politisch, das wusste schon Konrad Adenauer – bis heute inszenieren sich deutsche Politiker wie Markus Söder und Olaf Scholz oft als Freunde einfacher Hausmannskost. Doch es gibt Ausnahmen. Eine Typologie.
München in Büchern von Gerhard Köpf
:Eine Stadt voller Trickser und Angeber
Der Schriftsteller Gerhard Köpf widmet sich in seinem Erzählband "Die Souffleuse" und dem Roman "Adenauers Uhr" den Einzelgängern und Gescheiterten - und erzählt dabei auch einiges über die Stadt München.
Das Politische Buch
:Verschlungene Pfade
Ursula Weidenfeld hat eine deutsche Parallelgeschichte von 1949 bis 1990 geschrieben - über Demokratie und Diktatur und die Offenheit vieler Entwicklungen. Das Ergebnis ist lesenswert, farbig und vor allem fair.
Poltisches Buch "Absolution"
:Hinter der Fassade der "Wiedergutmachung"
Der Historiker Daniel Marwecki beschreibt die frühen deutsch-israelischen Beziehungen als eine Geschichte der beiderseitigen Interessenpolitik.
Regierungs-Airbus
:Lufthansa kauft den Pannenjet von Olaf Scholz
Die Fluggesellschaft erwirbt das ehemalige Regierungsflugzeug "Konrad Adenauer." Der Airbus "A340" soll nun ausgeschlachtet werden - Teile könnten auch im Straßburger Fußballstadion landen.
Das Politische Buch
:Die Wagenburg der Vaterlandsverteidiger
Stefanie Palm analysiert famos das Handeln der Medienbürokratie im Innenministerium der frühen Bonner Republik. Durch ihre Prägung im Kaiserreich und im Nationalsozialismus stellten die Beamten den Schutz des Staates über die Presse- und Meinungsfreiheit. Doch die Öffentlichkeit ließ sich das nicht allzu lange gefallen.
MeinungEuropa
:Es wird Zeit
Putin im Osten, vielleicht bald Trump im Westen: Emmanuel Macron und Olaf Scholz müssen sich dringend auf ihre gemeinsamen Interessen besinnen. Dafür brauchen sie einen Dritten im Bunde.
Zeitgeschichte
:Blamage am Bande
In Österreich wird nun ausgesprochen, was in Deutschland so schwerfällt: Mittäter der Nazizeit wie Adenauers Staatssekretär Hans Globke sollten nicht mit Orden geehrt werden.
Das Politische Buch
:Der alte Mann und der Fotograf
In den späten 1960er-Jahren begann Konrad R. Müller seine Karriere. Fasziniert vom Gesicht Konrad Adenauers machte er sich auf nach Bonn - und gewann das Vertrauen des Altkanzlers.
Nachruf auf den Kanzlerfotografen Konrad Rufus Müller
:Licht, kein Pomp
Zum Tod des großen Fotografen Konrad Rufus Müller, der die Bundeskanzler Deutschlands porträtierte und die Seele hinter allem sah.
Geschichte
:Am Ausgangspunkt eines Demokratieverbrechens
Der Historiker Klaus-Dietmar Henke zeichnet bei einem Vortrag in Pullach nach, wie Konrad Adenauer die SPD vom BND und seiner Vorläuferorganisation ausspionieren ließ. Unter den Zuhörern sitzt auch ein ehemaliger Chef des deutschen Auslandsgeheimdienstes.
Das Politische Buch
:Als die Deutschen wieder "gut" sein wollten
Frank Trentmanns monumentale, 80 Jahre umfassende Moralgeschichte folgt zahllosen Menschen zwischen Selbstrechtfertigung und Selbstvergewisserung . Und zeigt, wie ihnen immer wieder die komplexe Realität im Wege stand.
Das Politische Buch
:Attacke auf die Bonner Baracke
Jahrelang ließ Kanzler Konrad Adenauer die SPD vom BND ausforschen. Das hat der Historiker Klaus-Dietmar Henke aufgedeckt, sein Buch darüber heißt "Adenauers Watergate". Doch der Vergleich hinkt an mehreren Stellen.
MeinungDemokratie
:Noch nie so ernst
Der Versuch, der AfD das Wasser abzugraben, gelingt nicht: Er wirbelt nur braunen Schlamm auf. Eine menschliche, heimatliche Politik sieht anders aus.
Christdemokraten
:„Die CDU wird wieder schwarz“
Carsten Linnemann preist das neue Erscheinungsbild seiner Partei, das künftig Wahlplakate, Flaggen und Kugelschreiber zieren wird, als modern und nach vorn gerichtet an. Dabei weckt es auch Assoziationen in ganz andere Richtungen.