Bundespräsident:FDP für zweite Amtszeit von Steinmeier

Bundespräsident: Frank-Walter Steinmeier (links, damals noch Außenminister) und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner im Januar 2017.

Frank-Walter Steinmeier (links, damals noch Außenminister) und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner im Januar 2017.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Die Chancen des Amtsinhabers auf eine Wiederwahl im Februar stehen damit nicht schlecht. Doch die Grünen haben sich bisher noch nicht festgelegt.

Die FDP hat sich für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. Der Parteivorsitzende Christian Lindner teilte am Mittwoch in Berlin mit, die FDP-Fraktionen in Bund und Ländern hätten dafür plädiert, Steinmeier bei seiner Kandidatur für eine weitere Amtszeit zu unterstützen. Damit stehen die Chancen für eine Wiederwahl nicht schlecht, auch die SPD unterstützt seine Kandidatur. Doch die Grünen haben noch nicht kundgetan, ob sie ihn mitwählen würden - möglich wäre auch, dass die Partei sich für eine Frau in diesem Amt einsetzen will.

Anfang Dezember gab darüber bereits Diskussionen. Allerdings, weil ein CDU-Politiker die mögliche Aufstellung einer Unionskandidatin als Konkurrentin zu Steinmeier ins Spiel brachte. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte gesagt: "Die Zeit ist aus meiner Sicht reif für eine Frau im Schloss Bellevue." Eine Bundespräsidentin könne in schwierigen Zeiten wichtige neue Impulse geben. Wüst stellt sich damit gegen eine Wiederwahl von Steinmeier, doch einen konkreten Kandidatinnen-Vorschlag machte er nicht.

Wahl findet im Februar 2022 statt

Der Bundespräsident (oder die Bundespräsidentin) wird von der Bundesversammlung gewählt. Sie setzt sich jeweils zur Hälfte aus den Bundestags-Abgeordneten und aus Mitgliedern, die von den Ländern gewählt werden, zusammen - häufig prominente Personen oder solche, die sich durch ihr Engagement besonders verdient gemacht haben.

Die erste Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2022. Die 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso viele Delegierte der Landesparlamente kommen schon am 13. Februar zusammen, um das künftige Staatsoberhaupt der Bundesrepublik zu wählen.

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