Diplomatie:Paradigmenwechsel in der deutschen Außenpolitik

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Diplomatie: "Herr Lawrow, Sie können sich selbst täuschen. Aber Sie werden uns nicht täuschen": Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrer Rede vor der UN-Vollversammlung.

"Herr Lawrow, Sie können sich selbst täuschen. Aber Sie werden uns nicht täuschen": Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrer Rede vor der UN-Vollversammlung.

(Foto: Andrea Renault/AFP)

Vor den Vereinten Nationen spricht Außenministerin Baerbock so offen und selbstbewusst wie wohl noch nie jemand aus Deutschland. Gegen Russland und ihren Amtskollegen Lawrow setzt sie einen Hieb nach dem anderen.

Von Christian Zaschke, New York

Aus Sicht von Politikern hat das Tragen von Schutzmasken vielleicht sogar diesen einen Vorteil: Es hat ihrem Arsenal an bedeutungsvollen Gesten etwas hinzugefügt, nämlich das entschlossene Abnehmen der Maske vor einer wichtigen Rede. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zeigte am Dienstag bei ihrer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, dass sie diese Technik in Perfektion beherrscht. Sie schritt ans Pult, zog die Schutzmaske in einer fließenden Bewegung vom Gesicht, dann Kunstpause, der feste Blick ins Auditorium. Fast wirkte es, als sei das alles geplant, eine Choreografie, ein Statement, das sagte: Seht mich an! Hier stehe ich und spreche für mein Land, ich habe etwas zu sagen. Baerbock hielt dann tatsächlich eine bemerkenswerte Rede.

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