Afghanistan:Raketen auf Kabuler Flughafen abgefeuert

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Sie seien am frühen Montagmorgen vom Raketenabwehrsystem abgefangen worden, sagte ein US-Regierungsvertreter. Nach ersten Berichten habe es keine Opfer gegeben.

Nach dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan haben die islamistischen Taliban die Macht im Land übernommen - und gestalten es nach ihren Vorstellungen um. Die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.

Einen Tag vor dem offiziellen Ende des Militäreinsatzes der USA in Afghanistan sind rund fünf Raketen auf den letzten Stützpunkt der US-Armee am Kabuler Flughafen abgefeuert worden. Sie seien am frühen Montagmorgen vom Raketenabwehrsystem abgefangen worden, sagte ein US-Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Unklar war zunächst, ob alle Raketen getroffen wurden. Nach ersten Berichten habe es keine Opfer gegeben, sagte der Regierungsvertreter. Das könne sich aber noch ändern. Die Evakuierungen auf dem Kabuler Flughafen sind durch den Raketenangriff nicht unterbrochen worden. US-Präsident Joe Biden sei über Einzelheiten des Angriffs informiert worden.

Am Sonntag hatten die Amerikaner nach eigenen Angaben einen Wagen bei einem Drohnen-Angriff zerstört, mit dem ein Selbstmordattentäter den Flughafen habe angreifen wollen. Die bevorstehenden Stunden bis zum Abflug des letzten Flugzeuges gelten als die gefährlichsten des gesamten Evakuierungseinsatzes. Die USA rechnen damit, dass der afghanische Ableger der Extremistengruppe Islamischer Staat weitere Attentate versuchen wird. (30.08.2021)

US-Militär fliegt Luftangriff gegen Terroristen in Kabul

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der afghanischen Hauptstadt einen Luftangriff durchgeführt, um eine "unmittelbare Bedrohung" für den Flughafen Kabul durch Terroristen abzuwenden. Eine Drohne habe erfolgreich auf ein Auto des örtlichen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefeuert, erklärte das US-Militär am Sonntag. Weil es nach dem Raketeneinschlag zu "bedeutenden sekundären Explosionen" kam, sei davon auszugehen, dass in dem Fahrzeug eine große Menge Sprengstoff gewesen sein müsse, hieß es weiter. Es werde geprüft, ob es bei dem Angriff zivile Opfer gab. Bislang gebe es aber keine dahingehenden Hinweise, hieß es.

Der lokale Fernsehsender ArianaNews berichtete dagegen unter Berufung auf Augenzeugen, dass sechs Menschen, darunter vier Kinder, beim Einschlag einer Mörsergranate in einem Kabuler Privathaus im 15. Polizeibezirk getötet worden seien. Dabei seien zwei Fahrzeuge und Teile des Hauses zerstört worden. Es war nicht unmittelbar klar, ob diese Opfer möglicherweise nicht einer Mörsergranate, sondern dem US-Luftschlag zuzurechnen gewesen seien. Im 15. Polizeibezirk befindet sich auch der Flughafen.

Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Flughafen Kabul Dutzende Zivilisten sowie mindestens 13 US-Soldaten ums Leben gekommen. (29.08.21)

US-Botschaft warnt vor "spezifischer, glaubwürdiger Gefahr"

Die USA haben ihre Sicherheitswarnungen für Kabul weiter verschärft. Die US-Botschaft in Afghanistan warnt demnach vor "spezifischen, glaubwürdigen Gefahr in der Nähe des Flughafens" und riet dazu, den Flughafen und alle Gates zu meiden. Etwas mehr als tausend Zivilisten warteten am Flughafen Kabul zurzeit darauf, ausgeflogen zu werden, teilt ein westlicher Sicherheitsbeamter mit. US-Präsident Joe Biden hatte zuvor schon vor Anschlägen gewarnt. Er drohte dem IS-Ableger in Afghanistan außerdem mit weiteren Vergeltungschlägen. "Der Angriff war nicht der letzte. Wir werden weiter alle Personen jagen, die in die abscheuliche Attacke verwickelt sind und diese zur Rechenschaft ziehen", sagt Biden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat indes angekündigt, im Fall neuer großer Fluchtbewegungen aus Afghanistan, Syrien und Irak die Grenzkontrollen zu verschärfen. "Nicht jeder, der in unser Land will, darf einreisen", sagte Seehofer der Bild am Sonntag. Man beobachte die Flüchtlingsbewegungen aus diesen Ländern sehr genau. Sieben Afghanen seien bei Kontrollen nach den Evakuierungsflügen der Bundeswehr aus Kabul in Deutschland den Sicherheitsbehörden aufgefallen. Drei hätten gefälschte Dokumente dabei gehabt, bei vier anderen handele es sich um Straftäter, die bereits schon einmal nach Afghanistan abgeschoben worden seien. (29.08.21)

Drohnenangriff auf IS-Ableger

Bei einem US-Luftangriff in der Provinz Nangarhar wurden nach Angaben des US-Militärs vom Samstag zwei ranghohe Vertreter des örtlichen IS-Ablegers getötet worden. Der Luftangriff war eine Vergeltung für den Anschlag auf dem Flughafen von Kabul, bei dem am Donnerstag Dutzende Menschen getötet worden, darunter auch 13 US-Soldaten. "Wir werden weiterhin alle Personen, die in diesen niederträchtigen Anschlag verwickelt waren, jagen, fassen und dafür bezahlen lassen", sagte der US-Präsident. Jeglicher Angriff auf US-Interessen oder das Militär werde vergolten werden, warnte er. "Daran wird es nie Zweifel geben", sagte Biden.

Die USA hielten zudem einen weiteren Anschlag auf den Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul für wahrscheinlich. Die Lage vor Ort sei weiterhin extrem gefährlich. Ein Anschlag in den nächsten 24 bis 36 Stunden sei höchstwahrscheinlich. (28.08.2021)

US-Armee beginnt mit Abzug vom Flughafen Kabul

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit dem Abzug seiner Truppen vom Flughafen Kabul begonnen. Das sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Die US-Truppen sollen Afghanistan nach Willen von US-Präsident Joe Biden bis Dienstag verlassen. Am Freitag waren noch mehr als 5000 US-Soldatinnen und Soldaten am Flughafen Kabul stationiert gewesen. Kirby erklärte, das Militär werde aus Sicherheitsgründen zunächst keine neuen Zahlen zur Truppenstärke nennen. Das US-Militär werde noch bis zum Abschluss des Einsatzes westliche Staatsbürger und frühere afghanische Mitarbeiter ausfliegen können.

Gleichzeitig betonte Kirby, dass alle Tore des Flughafens weiterhin unter Kontrolle der US-Truppen stünden. Damit widersprach der Pentagon-Sprecher den Taliban, die behauptet hatten, die USA hätten mehrere Zugänge zum Flughafen in der Nacht zu Samstag an Kräfte der Islamisten übergeben. Die Taliban hätten Sicherheitskontrollen rund um den Flughafen errichtet, sagte Kirby. "Aber sie kontrollieren keine Tore, sie sind nicht am Flughafen und haben keine Rolle für die Sicherheit." (28.08.2021)

Großbritannien beendet Einsatz in Kabul

Der letzte britische Flieger mit militärischem Personal hat Kabul am Samstagabend verlassen, wie das britische Verteidigungsministerium in London mitteilte. Die "Operation Pitting" sei beendet. Seit Beginn der Mission haben die britischen Streitkräfte fast 15 000 Zivilisten ausgeflogen. Ungefähr 1 000 Angehörige des Militärs, des diplomatischen Corps und zivile Helfer waren an der Operation beteiligt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Boris Johnson haben nach Angaben von dessen Büro am Samstag über die Lage in Afghanistan gesprochen. Beide seien übereingekommen, dass internationale Hilfe und ein gemeinsamer Ansatz der in der G7-Gruppe organisierten Industriestaaten notwendig seien. Großbritannien hat gegenwärtig den Vorsitz der G7. Johnson betonte der Mitteilung zufolge, eine Zusammenarbeit mit den Taliban müsse unter der Bedingung stehen, dass diese Ausreisewillige aus dem Land ließen und die Menschenrechte beachteten. (28.08.2021)

Bundeswehr zieht Sanitätsflugzeug ab

Die Bundeswehr hat nun auch ihr Sanitätsflugzeug aus dem usbekischen Taschkent abgezogen, das dort noch für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert war. Die fliegende Intensivstation MedEvac an Bord der Transportmaschine A400M flogen am Samstag vom usbekischen Taschkent nach Wunstorf bei Hannover. Dort landeten sie am späten Nachmittag, wie die Luftwaffe bestätigte. Bereits am Freitagabend waren drei Bundeswehrmaschinen aus Taschkent in Wunstorf gelandet, die etwa 380 Soldaten aus dem Einsatz zurückbrachten.

Am Sonntag sollen die letzten zwei Transportmaschinen aus Taschkent nach Deutschland mit Material und Munition an Bord zurückkehren. Dann ist auch das Drehkreuz des Rettungseinsatzes in Usbekistan Geschichte. (28.08.2021)

US-Militär greift IS-Ableger an

Das US-Militär hat eigenen Angaben nach mit einem Vergeltungsangriff auf den tödlichen Terroranschlag in Kabul reagiert und einen örtlichen Ableger der Terrormiliz IS attackiert. Der unbemannte Luftschlag in der afghanischen Provinz Nangarhar habe "einem Planer" von Isis-K gegolten, teilte das US-Zentralkommando Centcom mit. "Ersten Anzeichen zufolge haben wir das Ziel getötet", sagte Sprecher Bill Urban. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf einen US-Vertreter, dass die Person keine direkte Verbindung zum Terroranschlag am Kabuler Flughafen gehabt haben soll, jedoch von den USA verdächtigt wurde, in die Planung weiterer Attacken verwickelt zu sein. Der Agentur nach wurde die Person von einer Reaper-Drohne getötet, während sie in einem Fahrzeug unterwegs war.

Gleichzeitig befürchten die USA einen weiteren Terroranschlag in Kabul. Die US-Botschaft veröffentlichte in der Nacht erneut eine Sicherheitswarnung und rief alle Landsleute dazu auf, die Gegend rund um die Eingangstore zum Flughafen sofort zu verlassen. Centcom-Sprecher Urban sagte mit Blick auf den Luftangriff: "Wir wissen von keinen zivilen Opfern." Weitere Einzelheiten gab das Zentralkommando nicht bekannt.

US-Präsident Joe Biden hatte nach der Attacke von Kabul Rache geschworen. Bei dem Terrorangriff am Flughafen waren am Donnerstag Dutzende Menschen getötet worden - darunter 13 US-Soldaten. "Wir werden nicht vergeben. Wir werden nicht vergessen. Wir werden euch jagen und euch dafür bezahlen lassen", hatte Biden kurz nach dem Anschlag gesagt. Am Freitag bekräftigte seine Sprecherin Jen Psaki die Entschlossenheit des Präsidenten: "Er hat klargemacht, dass er nicht will, dass sie noch auf der Erde leben." Sie reagierte damit auf die Frage, ob Biden die Urheber der Attacke töten lassen oder vor Gericht stellen wolle. (28.08.2021)

Bundesanwaltschaft ermittelt nach Schuss auf Deutschen in Kabul

Die Bundesanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren zu den Schussverletzungen eines Deutschen am Flughafen in Kabul eingeleitet. Da bislang unklar sei, wer den Schuss abgegeben habe, werde das Verfahren gegen Unbekannt geführt. Es bestehe bei ein Anfangsverdacht für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, sagte ein Sprecher.

Das Opfer war vergangenen Freitag auf dem Weg zum Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul angeschossen worden. Um den Flughafen herrschen seit der Machtübernahme der Taliban chaotische Zustände. Die Lage ist extrem gefährlich. Ein weiterer Deutscher wurde in der Nähe des Flughafens leicht verletzt. (28.08.2021)

USA wollen noch mindestens 500 Amerikaner aus Afghanistan ausfliegen

Die USA versuchen derzeit, etwa 500 US-Amerikaner aus Afghanistan auszufliegen. Diese wollten ausreisen und man stehe mit ihnen im direkten Kontakt, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price. Man sei außerdem in Kontakt mit mehreren Hundert Staatsbürgern, die sich noch nicht entschieden hätten, ob sie das Land verlassen wollten. Die Zahl der Menschen, die bleiben wollten, weil sie Angehörige nicht zurücklassen wollten, sei "relativ klein", sagte Price.

Die "überwiegende Mehrheit" der lokal beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familienangehörige seien ebenfalls mittlerweile ausgeflogen worden oder befänden sich auf dem Flughafengelände. Ohne diese Angestellten könnten Botschaften auf der ganzen Welt nicht arbeiten, sagte Price. ""Diese Mitarbeiter haben den Vereinigten Staaten gedient, sie haben nicht nur für uns gearbeitet, sie haben mit uns gearbeitet, sie sind unsere Kollegen." (27.08.2021)

Kommentar: Die Taliban können das Machtvakuum nicht füllen

Taliban rufen weibliches Gesundheitspersonal zur Arbeit

Die Taliban haben alle im öffentlichen Gesundheitssektor beschäftigten Frauen aufgefordert, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das Gesundheitsministerium weise alle weiblichen Mitarbeiter in der Hauptstadt und den Provinzen an, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, hieß es in einem Tweet des Taliban-Sprechers Sabiullah Mudschahid. Der Ausübung ihrer Arbeit stehe nichts im Wege.

Es ist bisher weitgehend unklar, ob Frauen in Afghanistan mit der Machtübernahme der Taliban weiter ihren Berufen nachgehen können. Bislang gab es lediglich für den Gesundheits- und den Bildungsbereich konkretere Aussagen, dass Frauen wieder ihre Arbeit aufnehmen sollten. Im Gesundheitsbereich hatte es zuletzt Berichte aus dem Norden des Landes gegeben, dass etwa Hebammen nicht mehr an Sitzungen mit männlichen Ärzten teilnehmen durften. Während der Taliban-Herrschaft 1996 bis 2001 durften Frauen nicht von männlichen Ärzten behandelt werden, was ihre Gesundheitsversorgung massiv einschränkte. (28.08.2021)

Etwa 300 Deutsche und mehr als 10 000 Afghanen auf deutscher Ausreiseliste

Auch nach dem Abschluss des Rettungseinsatzes will die Bundesregierung den in Afghanistan verbliebenen Deutschen, afghanischen Ortskräften oder gefährdeten Personen helfen. Das kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin an. Die Zahl der noch im Land befindlichen Ortskräfte und identifizierten Personen zur Ausreise verändere sich aber stetig und betrage mehr als 10 000, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit.

Man könne derzeit nicht sagen, wie viele der Menschen möglicherweise schon auf andere Weise ausgereist seien. Die Zahl der Deutschen in Afghanistan schätze man auf etwa 300. Das Innenministerium versicherte, dass alle Personen auf der Liste des Auswärtigen Amtes eine Einreisegenehmigung nach Deutschland bekämen.

Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums wurden über die Luftbrücke insgesamt 5347 Personen aus Afghanistan evakuiert. Sie kämen aus mindestens 45 Ländern, sagte eine Sprecherin. Darunter seien rund 500 Deutsche und 4000 Afghanen gewesen. Man versuche nun, eine weitere Ausreise entweder über den Landweg oder aber den Weiterbetrieb des zivilen Flughafen in Kabul zu ermöglichen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Dazu würden auch die Konsulate in den Nachbarstaaten personell verstärkt.

Er wies darauf hin, dass bereits in den Monaten vor dem Fall Kabuls 1900 Ortskräfte ausgeflogen worden seien, bei denen man eine Gefährdung gesehen habe. In den vergangenen Tagen habe sich in Kabul der Trend verstärkt, dass die dort noch verbliebenen Deutschen von unbekannter Seite aufgefordert würden, sich an bestimmten Plätzen in Kabul einzufinden. Das Auswärtige Amt warnte vor diesen Fällen der Desinformation. (27.08.2021)

Zahl der Anschlagsopfer erhöht sich erneut - Pentagon stellt klar: nur ein Selbstmordattentäter

Die Zahl der bei dem Anschlag am Flughafen Kabul ums Leben gekommenen Menschen steigt weiter. Afghanische Gesundheitsbehörden sprechen jetzt von 79 getöteten Einheimischen, nachdem zuletzt von 72 Toten die Rede war. Da zudem 13 US-Soldaten starben, steigt die Gesamtzahl der Opfer nun auf mindestens 92. Unter den Toten sollen auch mindestens 28 Taliban-Kämpfer sein.

Außerhalb des Kabuler Flughafens hatte sich am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Zeitweise war auch von zwei Detonationen die Rede. Das hat das Pentagon jedoch inzwischen korrigiert. US-Generalmajor William Taylor sagte am Freitag im Pentagon, man sei nicht sicher, wie es am Vortag zu der falschen Angabe von zwei Selbstmordattentätern habe kommen können. (27.08.2021)

USA: Mit Verbündeten mehr als 100 000 Menschen aus Kabul geholt

Die US-Luftwaffe und ihre Verbündeten haben nach Angaben des Weißen Hauses bereits mehr als 100 000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Allein am Donnerstag seien vom Vormittag bis kurz vor Mitternacht (Ortszeit Kabul) etwa 7500 Menschen aus der Stadt gebracht worden, 5100 davon mit Flugzeugen des US-Militärs, erklärte ein Vertreter der US-Regierung. Damit sei die Zahl der seit Mitte August ausgeflogenen Afghanen und westlicher Staatsbürger auf 100 100 gestiegen. Der Großteil von ihnen wurde mit Flugzeugen der US-Luftwaffe ausgeflogen.

Am Flughafen von Kabul warten nach Angaben des US-Militärs noch immer mehr als 5000 Menschen auf eine Evakuierung. Die Zahl sei dabei etwas zurückgegangen, sagt Generalmajor William Taylor. Die USA seien in der Lage, bis zur letzten Minute Leute auszufliegen. (27.08.2021)

© SZ.de/dpa/rtr/Bloomberg/olkl/aner/saul/rroi/jael/hij/berj
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