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USA:Obama-Töchter bekommen Tipps von Bush-Töchtern

obama family

Am 20. Januar übernimmt Donald Trump das Weiße Haus - die Obamas müssen dann ausziehen.

(Foto: Weißes Haus)

Die Kinder von Ex-Präsident George W. Bush haben Malia und Sasha Obama zu deren Abschied einen Brief geschrieben. Der wichtigste Rat: "Macht Fehler - ihr dürft das."

Die Töchter des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle bekamen bei ihrem Einzug ins Weiße Haus vor acht Jahren Post von ihren Vorgängerinnen: den damals bereits erwachsenen Zwillingsschwestern Jenna und Barbara Bush. Nun ziehen Malia und Sasha Obama, inzwischen 18 und 15 Jahre alt, aus dem Weißen Haus aus. Und wieder schreiben Jenna und Barbara Bush, beide 35 Jahre alt, ihnen einen Brief mit Ratschlägen für das, was sie erwartet. Diesmal wurde er auf der Website des Magazins Time veröffentlicht.

Die Bush-Töchter, die schon als Enkelinnen von George Bush Senior im Weißen Haus ein und aus gingen, erinnern zunächst daran, wie sie Malia und Sasha, damals zehn und sieben Jahre alt, im Weißen Haus alles zeigten und ihnen das Personal vorstellten. Zu den Einführungsritualen gehörte auch, ein bestimmtes Treppengeländer herunterzurutschen. "Wir haben gesehen, wie ihr von Mädchen zu beeindruckenden jungen Frauen herangewachsen seid", schreiben die Schwestern. Sie wüssten um die Probleme, die das Leben als Präsidentenkinder mit sich bringt: "Ihr habt den unglaublichen Druck des Weißen Hauses durchlebt. Ihr habt die harte Kritik an euren Eltern gehört, von Menschen, die ihnen nie begegnet sind. Ihr habt daneben gestanden, als eure geliebten Eltern zu Schlagzeilen reduziert wurden."

Sie raten ihnen auch, in Kontakt mit den Secret-Service-Agenten zu bleiben, die sie all die Jahre hindurch beschützt haben, auch bei ersten Dates: "Wir waren Teenager, denen Männer mit Rucksäcken folgten - aber sie haben ihr Leben für uns zurückgestellt."

Die 18-jährige Malia fängt im Herbst an, zu studieren, ihre drei Jahre jüngere Schwester Sasha hat noch ein paar Jahre Schule vor sich. Sie würden nun, schreiben Barbara und Jenna Bush, Mitglieder in einem anderen exklusiven Club: dem der ehemaligen First Children - "eine Position, um die ihr nicht gebeten habt und für die es keine Richtlinien gibt". Das Gewicht der Welt laste nun nicht mehr auf ihren jungen Schultern. Deshalb, so ihr Rat: "Erkundet eure Leidenschaften. Lernt, wer ihr seid." Und: "Macht Fehler - ihr dürft das."

© SZ.de/ewid/mane
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