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SZ-Kolumne "Bester Dinge":Wer suchet, der findet

Meteor
(Foto: Daisuke Tomita/AP)

In Frankreich suchen sie gerade einen Meteoriten. Eine gute Gelegenheit, auf etwas zu stoßen, das man wirklich brauchen kann.

Von Violetta Simon

Was Leute so alles im Garten finden, obwohl sie nicht danach gesucht haben: Igel, Trüffel, Kanonenkugeln, Marihuana, Handgranaten, Kieferknochen mit Zähnen. Im schwäbischen Blaubeuren fand ein Mann einen mehr als 30 Kilo schweren Meteoriten. Ausgebuddelt hatte er das vermutlich 1000 Jahre alte Teil bereits 1989. Weil aber der Fund beim Verlegen einer Wasserleitung keine Priorität hat, lag der unscheinbar wirkende Brocken jahrzehntelang herum. Im Sommer 2020 erinnerte er sich dann wieder an ihn - zack! Größter Meteoritenfund in Deutschland.

In Frankreich, wo quasi fast jeden Monat ein Meteorit herunterfällt, suchen sie gerade nach einem Himmelskörper, der vor etwa einer Woche im Südwesten des Landes herabgekommen sein muss. Das Gestein ist noch frisch und daher überaus aufschlussreich. Weltraumfans aus der Gegend von Bordeaux sind nun dazu aufgerufen, nach dem Teil zu fahnden. Dem Guardian zufolge hoffen die Experten, dass die Leute in ihren Gärten nachsehen oder am Straßenrand darüber stolpern.

Kleine Erschwernis: Der Meteorit soll nicht größer als eine Aprikose sein. Aber je genauer man sucht, desto höher die Chance, dabei gleich noch etwas zu finden, das man wirklich brauchen kann. So wie das Ehepaar in Kalifornien, das 2014 an seinem Grundstück beim Gassigehen mit dem Hund mal eben über 1400 Goldmünzen im Wert von zehn Millionen Dollar gestolpert ist - zack! Ausgesorgt.

Mal ehrlich: Ein wenig Gold oder wenigstens ein paar Trüffel könnte - im Gegensatz zu einem Meteorit - wohl jeder gebrauchen.

© SZ/afis
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