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Regen und Sturm in Kalifornien:Schwarzenegger ruft Notstand aus

In Los Angeles fiel in einer Woche soviel Regen wie sonst in vier Monaten und jetzt zieht auch noch ein schwerer Orkan auf. Häuser werden evakuiert, die Behörden befürchten Schlammlawinen. Gouverneur Schwarzenegger ruft den Notstand aus. Und es soll weiter regnen.

Es regnet und regnet und regnet in Kalifornien, und es ist kein Ende absehbar. Angesichts weiterer schwerer Niederschläge hat Noch-Gouverneur Arnold Schwarzenegger - seine Amtszeit läuft im Januar ab - für sechs Bezirke des US-Bundesstaates den Notstand ausgerufen.

Experten erwarten für den heutigen Mittwoch heftige Regenfälle. In den von Waldbränden in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten im Süden begannen die Behörden bereits am Dienstag damit, Menschen zu evakuieren. Grund war die wachsende Sorge vor möglichen Schlammlawinen, da die Böden kaum mehr neues Wasser aufnehmen könnten. Östlich von Los Angeles ist bereits ein Hang abgerutscht und hat Teile einer Schnellstraße unter sich begraben. In zwei Vororten wurden 232 Häuser evakuiert.

In der Innenstadt von Los Angeles war innerhalb einer Woche ein Drittel der jährlichen Regenmenge niedergegangen. Auch in San Diego räumte die Polizei Dutzende Häuser und Geschäfte. In einem Obdachlosenlager in Riverside gab es drei Leichtverletzte, als eine Flutwelle über das Gelände rollte.

Zusätzlich zu den Regenfällen warnen die Behörden auch vor einem heranziehenden Orkan: Das nationale US-Wetteramt hat für die Metropole Los Angeles und die Region eine Sturmwarnung ausgegeben. Bis zu acht Stunden könne das Unwetter über der Region wüten. Der Wetterexperte Stuart Seto sagte der Los Angeles Times: "Dieses Unwetter ist sehr dynamisch und intensiv." Es könnten sich auch Tornados entwickeln, sobald der Sturm das Festland erreicht habe. Bewohner der Stadtteile La Cañada Flintridge und La Crescenta sollten sich auf die Evakuierung vorbereiten, teilten die Behörden mit.