Religion - Münster:Themenjahr zu jüdischem Leben ermöglicht viele Begegnungen

Ausstellungen
Mitglieder der jüdischen Gemeinde schmücken die traditionelle Laubhütte mit Zweigen und Früchten. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Bildarchiv (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dortmund (dpa/lnw) - Im noch laufenden bundesweiten Themenjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" haben allein in NRW bislang mehr als 23.000 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen besucht. Auf mehr als 200 Veranstaltungen der Landschaftsverbände sei es gelungen, Begegnungen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Menschen zu ermöglichen und so den Dialog in Städten und ländlichen Regionen sichtbar zu machen, hob der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), Matthias Löb, am Montag in einer gemeinsamen Bilanz hervor.

Jede Begegnung trage dazu bei, sich antisemitischen Strömungen entgegenzustellen. Es sei damit auch gelungen, unterstrich Ulrike Lubek, Direktorin des Schwesterverbandes im Rheinland LVR, mit vielfältigen Veranstaltungsformaten ein breites Zielpublikum zu erreichen. "Es sind wichtige, notwendige Schritte auf einem Weg, der weiterhin vor uns liegt: Jeder Angriff auf Jüdinnen und Juden in Deutschland ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie", so Lubek.

Zu den Aktivitäten gehörten beispielsweise Koch-Workshops, Schul- und Medienprojekte, Exkursionen zu Landsynagogen, Konzerte sowie die multimediale Wanderausstellung "Menschen, Bilder, Orte", die einen Fokus auf die Alltagsgeschichte von Jüdinnen und Juden im Gebiet des heutigen Deutschlands bis in die Gegenwart legt. Die Schau ist zur Zeit noch in Dortmund zu sehen, soll aber danach auch in weiteren Orten in Deutschland gezeigt werden.

© dpa-infocom, dpa:211206-99-280207/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema