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Promis der Woche:Geschlossene Türen, geheime Botschaften, gereifte Pläne

Anhänger der britischen Monarchie sind sicher: Mit der Wahl ihrer Broschen hat die Queen dezent klargemacht, was sie von Donald Trump hält. Außerdem: David Beckham muss sich einen Bürgervotum stellen und Thomas Gottschalk erzählt, wie ihm einst eine Ponyfelljacke zum Verhängnis wurde.

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Quelle: Getty Images

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Persönliche Ansichten über die Menschen, denen Elizabeth II. die Hand schüttelt, sind in aller Regel nicht Thema auf dem Twitter-Kanal des Königshauses. Dass Trump bei seinem England-Besuch in der vergangenen Woche die Regentin mehr als zehn Minuten hat warten lassen: keinen Tweet wert. Auch nicht, dass Trump der Queen beim Vorbeischreiten an der Ehrengarde den Weg versperrte.

Die Etikette verlangt nach Zurückhaltung, digital wie analog. Doch wer schweigt, lässt auch viel Raum für Spekulation. Fans des britischen Königshauses haben sich nach dem Treffen überzeugt davon gezeigt, dass die Queen doch einen Kommentar abgegeben hat - durch die Wahl der zur Schau getragenen Accessoires. Im Fokus der Spekulationen: eine Brosche, die ihre Mutter zur Beerdigung ihres Vaters trug. Einen Tag zuvor, als Trump in London ankam, trug sie eine Brosche, die ihr die Obamas geschenkt haben.

Für die Fans ist die Botschaft also klar: Das Treffen mit Trump ist ein trauriger Anlass. Und Barack Obama als Präsident war ihr sowieso viel lieber. Ganz so einfach ist es dann aber nicht, denn die vermeintliche Trauer-Brosche hat die Queen auch schon zu offiziellen Besuchen in Mexiko oder Australien getragen. Und nach der Brexit-Entscheidung zeigte sie sich mit einem blau-gelben Hut, den viele als Pro-EU-Statement sahen oder sehen wollten. Übrigens trug sie nun zum Trump-Treffen das gleiche Kleid wie damals, allerdings mit einer anderen Kopfbedeckung. Was das jetzt nun wieder bedeuten sollte? Das weiß nur ihre Majestät.

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Quelle: AFP

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Fußball hat in den USA noch immer einen schweren Stand. Seit einiger Zeit will Ex-Profi David Beckham der Sportart in seiner Wahlheimat zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Vom Jahr 2020 an will er mit einem eigenen Major-League-Soccer-Team antreten. Dafür will er unter anderem ein neues Stadion in Miami bauen lassen, mit 25 000 Sitzplätzen, Fußballfeldern für die Jugendabteilung, einem Hotel mit 750 Zimmern, einem Restaurant, Geschäften, Büroräumen und einem 23 Hektar großen öffentlichen "Freedom"-Park.

Das Problem: Der Stadt gefallen Beckhams Ideen nicht. Ein vorheriger Entwurf des Stadion-Areals wurde im vergangenen Jahr von den Behörden abgeschmettert. Sie befürchteten ein Verkehrschaos und die Verdrängung von Anwohnern. Nun bekommt Beckhams Vorhaben eine neue Chance. Die Bürger dürfen am 6. November über das neue Konzept abstimmen. Auf dem Gelände ist derzeit übrigens ein Golfplatz angelegt. Die Bürger haben also die Wahl: Rasensport oder Rasensport?

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Quelle: AFP

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Schauspieler Johnny Depp hat eine Sorge weniger. Eigentlich sollte im August ein Prozess gegen sein ehemaliges Management beginnen. Der 55-Jährige hatte es auf 25 Millionen Dollar verklagt, weil er der Ansicht war, sein Vermögen sei schlecht verwaltet worden. Das Unternehmen, das von den Brüdern Joel und Robert Mandel geführt wird, wehrte sich mit einer Gegenklage. Darin hieß es, Depp habe schlichtweg zu großspurig gelebt und sei selbst schuld an seiner Misere.

Aus der Klage war damals hervorgegangen, dass der Hollywood-Schauspieler sehr schnell sehr viel Geld ausgegeben haben soll - unter anderem für Luxuswagen, Wein und eine Entourage von über 40 Angestellten. Man könnte auch sagen, Depp hat sein Geld verpulvert. In der Anklageschrift, die dem Branchenportal Deadline Hollywood vorliegt, heißt es, der 55-Jährige habe es sich drei Millionen Dollar kosten lassen, die Asche des verstorbenen Autoren Hunter S. Thompson aus einer Kanone in die Berglandschaft Colorados zu schießen. Auch weil solche Details an die Öffentlichkeit gelangten, war lange keine Einigung zwischen Depp und den Mandel-Brüdern in Sicht. Nun aber wurde der Streit überraschend beigelegt. Beide Parteien seien glücklich über die Einigung, hieß es.

Michelle Williams

Quelle: AP

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Michelle Williams, die frühere Sängerin der R&B-Gruppe Destiny's Child hat sich wegen ihrer Depressionen in Behandlung begeben. Auf Instagram schrieb die 37-Jährige, Hilfe von einem großartigen Team von Gesundheitsexperten in Anspruch genommen zu haben. Seit Jahren habe sie sich für psychische Gesundheit eingesetzt und Menschen dabei unterstützt, sich Hilfe zu suchen. Nun habe sie entschieden, auch selbst auf diesen Ratschlag zu hören. Details zu der Art ihrer Behandlung nannte sie nicht. Williams hatte bereits im vergangenen Jahr in einem Interview in der US-Serie "The Talk" erzählt, dass sie schon als Jugendliche an Depressionen litt, erkannt habe sie die Krankheit aber erst im Alter von 30 Jahren.

Sommerfest im Bayerischen Hof

Quelle: dpa

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Dass Thomas Gottschalk eine Vorliebe für eher ungewöhnliche Outfits hat, ist schon lange bekannt. Auf der Bühne von "Wetten, dass..?" trug er Anzüge, bei denen man sich als Zuschauer stets augenreibend fragte: Wo kann man so etwas kaufen? Seiner Karriere hat sein Paradiesvogel-Stil keinen Abbruch getan, im Gegenteil. In seinen Zwanzigern dagegen musste Gottschalk mit Zurückweisung kämpfen. In München sei er an der Disco-Tür häufig gescheitert, erzählt er im Interview mit der SZ. Und dass, obwohl Gottschalk damals selbst hin und wieder als DJ auflegte. Es lag wohl an seiner weißbraun gemusterten Ponyfelljacke, mutmaßt der Entertainer. Gekauft hatte er die Jacke übrigens in Kulmbach, wo er aufwuchs.

© SZ.de/ap/afp/dpa/eca/pvn/olkl
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