Taifun Viele Todesopfer und Verletzte durch "Mangkhut"

Zwei Feuerwehrmänner kämpfen in Hongkong gegen den Wind. Auf den Philippinen forderte der Taifun "Mangkhut" viele Todesopfer.

(Foto: REUTERS)
  • Mangkhut hat auf den Philippinen, in China und Hongkong für Zerstörung gesorgt.
  • Die philippinischen Behörden gehen von mehr als 100 Todesopfern aus. In China kamen vier Menschen durch die Folgen des Taifuns ums Leben.
  • Große Teile der Südküste sowie die Metropole Hongkong kamen beinahe zum Stillstand. In 7000 Haushalten der Millionenstadt fiel zeitweise der Strom aus. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

Viele Todesopfer und Verletzte, erhebliche Schäden an Gebäuden und Straßen: Der Taifun Mangkhut hat seine Zerstörungskraft in Südostasien am Wochenende voll entfaltet. Besonders hart traf der bisher stärkste Wirbelsturm des Jahres die Philippinen, wo die Behörden bislang mit mehr als 100 Todesopfern rechnen.

Ein Erdrutsch habe eine von Bergwerksarbeitern bewohnte Baracke unter sich begraben, sagte der Bürgermeister der Stadt Itogon im Norden des Landes am Sonntag im philippinischen Radio - in dem Haus hätten sich mindestens 40 Menschen aufgehalten. 32 weitere Bewohner seiner Stadt seien wahrscheinlich ebenfalls ums Leben gekommen. Zuvor hatten die Behörden aus anderen Landesteilen 29 Tote gemeldet. Die meisten von ihnen wurden durch Erdrutsche getötet.

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Einige der Opfer hätten sich zuvor der Anweisung zur Evakuierung widersetzt, erklärte ein Regierungsberater. "Alle Behörden haben ihr Möglichstes getan, um die Evakuierungen voranzutreiben, aber einige Regionen sind wirklich sehr abgelegen." Am Montag werde man damit beginnen, die Strom- und Wasserversorgung wieder herzustellen.

Auch in China wütete der Taifun: Wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte, kamen in der Provinz Guangdong mindestens vier Menschen ums Leben. Große Teile der Südküste sowie die Millionenmetropole Hongkong kamen am Sonntag beinahe vollständig zum Stillstand. Hunderte Flüge wurden gestrichen, der Nahverkehr war stark eingeschränkt. Mehr als 2,4 Millionen Menschen wurden in Sicherheit gebracht, berichten chinesische Staatsmedien.

Im Fernsehen waren Bilder von überfluteten Straßen und starken Regenfällen zu sehen, die sich über der Region entluden. Heftiger Wind riss Bäume um, zerstörte Fenster und brachte Baugerüste zum Einsturz. In Hongkong wurden zudem mehr als 200 Menschen verletzt. In etwa 7000 Haushalte in der Stadt fiel zeitweise der Strom aus.

Hilfsgüter für die Philippinen

Die katholische Hilfsorganisation Misereor und die Diakonie Katastrophenhilfe riefen zu Spenden für die Menschen auf den Philippinen auf. "Aktuell sind unsere Teams unterwegs, doch die anhaltenden Regenfälle erschweren den Zugang zu den betroffenen Regionen. Sobald wir Zugang haben, können erste Hilfsgüter verteilt werden", sagte Michael Frischmuth, der bei der Diakonie für Katastrophenhilfe für Asien zuständig ist. Im Norden des Inselstaats waren Dutzende Straßen und Brücken wegen Erdrutschen, Überschwemmungen sowie umgestürzten Bäumen und Masten unpassierbar.

Am Samstagmorgen war der Taifun begleitet von starken Regenfällen mit voller Wucht im Norden der Philippinen auf Land getroffen, knapp 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dabei schwächte er sich mit Windgeschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde etwas ab. Böen erreichten 285 Kilometer pro Stunde.

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Einer der stärksten der vergangenen Jahre war Haiyan im November 2013. Damals starben mehr als 6300 Menschen, über vier Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.

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