Prozess in Osnabrück:Unfähig zur Reue

Prozess in Osnabrück: Ein Justizbeamter nimmt dem Angeklagten in Saal 272 des Landgerichts Osnabrück die Handschellen ab.

Ein Justizbeamter nimmt dem Angeklagten in Saal 272 des Landgerichts Osnabrück die Handschellen ab.

(Foto: Friso Gentsch/dpa)

Im Prozess um einen Rentner, der in Niedersachsen einen 16-Jährigen erschossen hat, findet niemand eine Antwort auf die Frage: Warum tötete er ausgerechnet den Jugendlichen? Der Angeklagte sieht die Schuld auch bei anderen.

Von Alexander Menden, Osnabrück

Auf die Bibel würde er schwören, "hundertmal auf die Bibel", dass er seine Tat nicht geplant habe, sagt Giuseppe del B., 82. Am letzten Verhandlungstag vor der Urteilsverkündung ist der Rentner noch einmal in Saal 272 des Landgerichts Osnabrück gebracht worden. Als Angeklagter hat er das letzte Wort in einem Prozess, in dessen dreimonatigen Verlauf immer wieder die Frage gestellt wurde: Warum?

Zur SZ-Startseite

SZ PlusProzess in Osnabrück
:Der Lärm in seinem Kopf

Der Rentner Giuseppe Del B. hat seinen 16-jährigen Nachbarsjungen erschossen. Vor Gericht berichtet er von Geräuschen, durch die er sich gestört gefühlt habe. Aber außer ihm hörte sie niemand.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: