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Justiz - Bonn:Überwachung von Telefon- und Internetanschlüssen: Rückgang

Bonn
Ein Netwerk-Kabelstecker leuchtet zu Kontrollzwecken rot. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Bonn/Mainz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz sind 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sei um 16,9 Prozent zurückgegangen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. 2018 wurden demnach 353 Telefon- und Internetanschlüsse überwacht - im Rahmen von insgesamt 120 Ermittlungsverfahren. In 2017 waren es noch 162 Verfahren gewesen, bei denen Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation angeordnet wurden.

Mit Abstand am häufigsten - in 208 Fällen - wurde die Telekommunikation in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz überwacht. Zur Aufklärung von Bandendiebstahl wurden 48 Anschlüsse überwacht, wegen Betruges und Computerbetruges waren es 33. Mord und Totschlag standen in 16 Fällen im Fokus, Raub und Erpressung in elf Fällen.

Bundesweit ordneten Gerichte in 2018 laut Mitteilung in 5104 Verfahren die Überwachung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen an. Dies sei ein Rückgang um 9,3 Prozent, hieß es. Die Zahl der Überwachungsanordnungen, die in den Verfahren ergingen, stieg demnach aber um 4,4 Prozent auf 19 474.

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