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Justiz - Bonn:Straftaten: Mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

Bonn
Ein Telefonhörer liegt auf einem Tisch. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Bonn (dpa) - Zur Überführung von Straftätern sind in Deutschland 2018 mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Insgesamt sei die Zahl der überwachten Anschlüsse um 4,4 Prozent auf 19 474 gestiegen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. Dagegen sank die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte Überwachungsmaßnahmen anordneten, um 9,3 Prozent auf 5104.

Die meisten Verfahren mit Telekommunikationsüberwachung gab es demnach in Bayern (1225), gefolgt von Hessen (767) und Baden-Württemberg (624). In Schleswig-Holstein waren es 93 Verfahren. Darunter lagen nur das Saarland und Bremen.

Mit Abstand am häufigsten - in 7846 Fällen - kam die Überwachung in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zum Einsatz. Zur Aufklärung von Betrug und Computerbetrug wurden 2874 Anschlüsse überwacht, wegen Bandendiebstahls 2341. Im Zusammenhang mit Mord und Totschlag zapften Ermittler 1895 Telefon-, Mobilfunk- oder Internetanschlüsse an.

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