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Justiz - Bonn:Deutlich mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

Bonn
Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet zu Kontrollzwecken rot. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Bonn/Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In Hessen sind 2018 deutlich mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der Anordnungen zur Überwachung sei um knapp 150 Prozent gestiegen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. 2018 wurden demnach 3409 Telefon- und Internetanschlüsse (2017: 1370) überwacht - im Rahmen von insgesamt 767 Ermittlungsverfahren. In 2017 waren es noch 844 Verfahren gewesen, bei denen Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation angeordnet wurden.

Mit Abstand am häufigsten - in 2247 Fällen - wurde die Telekommunikation wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz überwacht. Zur Aufklärung von Mord und Totschlag wurden 808 Anschlüsse überwacht, wegen Betruges und Computerbetruges waren es 792. Bandendiebstahl stand in 417 Fällen im Fokus, Raub und Erpressung in 381 Fällen. Bei der Auflistung der Anlass-Straftaten seien Mehrfachnennungen einzelner Anordnungen möglich, hieß es.

Bundesweit ordneten Gerichte in 2018 laut Mitteilung in 5104 Verfahren die Überwachung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen an. Dies sei ein Rückgang um 9,3 Prozent, hieß es. Die Zahl der Überwachungsanordnungen, die in den Verfahren ergingen, stieg demnach aber um 4,4 Prozent auf insgesamt 19 474.

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