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Hurrikan "Sandy":Lehre 6: Stromausfälle treffen uns härter

People line up to buy food from a cart in the aftermath of Hurricane Sandy in New York

New York blinkt, aber nicht überall: Stromausfälle zeigen die Verwundbarkeit des modernen Menschen.

(Foto: REUTERS)

Während Hurrikan Sandy Stromleitungen kappte und Datencenter überflutete, stellten Millionen von Smartphone-Usern an der amerikanischen Ostküste fest: Nichts geht mehr. Für viele ist das Handy inzwischen das Fenster zu Welt. Man benutzt es zum Telefonieren, SMS-schreiben, Mailen, für Facebook, Twitter, für Informationen und Entertainment, zum Fotografieren und zum Spielen. Doch wer all das auch während eines Stromausfalls macht, hat innerhalb weniger Stunden keinen Akku mehr.

Das Festnetztelefon hängt auch am Strom. Auch das Tablet, der Laptop und der Heim-PC. Der Fernseher, der Kühlschrank, der Herd. Die Kaffeemaschine, die Kamera, der Toaster. Die Liste ist lang. Der moderne Mensch ist ohne Strom kaum handlungsfähig. Eine Binsenweisheit eigentlich, doch gerade für die als so fortschrittlich geltenden New Yorker durchaus eine neue Erfahrung.

Nicht nur an der Ostküste spürte man die Folgen des Stromausfalls: Da ein Datencenter in Manhattan überflutet wurde, gingen bekannte Dienste wie Buzzfeed, Gawker und zwischenzeitlich sogar die Huffington Post offline. Wer seine Daten in der Cloud oder auf virtuellen Festplatten gesichert hatte, überlegte schnell, ob er nicht besser wieder auf physische Speichermöglichkeiten zurückgreifen sollte.

Hurrikan "Sandy" an der US-Ostküste

Im Angesicht des Rekordsturms

Für manchen Amerikaner bedeutete der Energieengpass eine Rückkehr in längst vergangene Zeiten. Wer wegen Sandy tatsächlich länger ohne Strom war, lernte bestimmte Dinge wieder zu schätzen - zum Beispiel gedruckte Infobroschüren oder batteriebetriebene Taschenlampen. (Barbara Vorsamer)