SZ-Kolumne "Bester Dinge":Goldgräber auf vier Pfoten

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(Foto: South West News Service Ltd/action press)

Wenn Hunde ihrem Instinkt folgen, geht das für die Besitzer nicht immer so erfreulich aus wie für Adam Clark - dessen Welpe ist ein echter Glücksfall.

Von Violetta Simon

Als Adam Clark im März den weiß-wuscheligen Welpen Ollie nach Hause brachte, tat er das zweifellos, um seiner Tochter Alicia eine Freude zu machen. Dass es sich bei dem jungen Lagotto Romagnolo um einen sogenannten Wasserhund handelt, der einst in den Sumpfgebieten der norditalienischen Romagna eingesetzt wurde, um erlegtes Wasserwild aufzufinden, dürfte dabei keine Rolle gespielt haben. Ebenso wenig die Tatsache, dass die Rasse, weil sie so gerne Löcher gräbt, ihr Talent mittlerweile vornehmlich bei der Trüffelsuche beweist.

Denn im englischen Küstendorf Bispham, wo der 51-Jährige mit seiner Familie lebt, gibt es weder Wasserwild noch Trüffel - zumindest nicht auf Gala Field, jener immensen Grünfläche, auf der Adam Ende März den Lagotto-Welpen zum ersten Mal Gassi führte. Gala Field wird von örtlichen Vereinen zum Fußball-, Football- und Rugby-Spielen genutzt, es gibt sogar eine Driving Range. Dennoch jagte der Rassehund weder Golf- noch sonstigen Bällen hinterher, sondern folgte umgehend seinem tierischen Instinkt: "Plötzlich blieb Ollie stehen und fing an, wie wild in der Erde zu wühlen", erzählte sein Besitzer der lokalen Presse. Dabei sei er auf ein kleines Vermögen gestoßen - 15 Sovereign-Goldmünzen, vermutlich aus dem 19. Jahrhundert, die umgerechnet mehr als 7100 Euro wert sind.

Somit dürfte feststehen, dass Ollie erstens Gold wert ist. Und zweitens, dass er ein wirklich feiner Kerl ist. Als Jagdhund mit der offiziellen Lizenz zum Buddeln hätte er den perfekten Vorwand gehabt, ein unschuldiges Kaninchen anzuschleppen oder die frisch gepflanzten Blumenbeete der Nachbarn im Garten umzugraben.

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