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Buckingham-Palast:Prinz Harry und Herzogin Meghan erklären finalen Rückzug

Meghan und Harry bei einem Londonbesuch im März 2020. Nun ist ihr Rückzug endgültig.

(Foto: BEN STANSALL/AFP)

Nach einem Jahr Übergangszeit kommt der harte Schnitt: Harry und Meghan müssen jetzt auch Schirmherrschaften und militärische Ehrentitel zurückgeben.

Knapp ein Jahr ist es es her, dass Herzogin Meghan, 39, und Prinz Harry, 36, sich aus dem Königshaus zurückzogen. Sie wollten mehr Privatsphäre, sie würden Queen Elizabeth II. aber weiter voll unterstützen und ihren Pflichten nachkommen, hieß es zunächst. Doch das ist in der britischen Monarchie nicht vorgesehen. Es folgte ein Rückzug in kleinen Schritten, schließlich wurde - ähnlich wie beim Brexit - eine einjährige Übergangszeit vereinbart, die nun endet.

Seit diesem Freitag ist die Trennung endgültig, wobei man sich größte Mühe gegeben hat, die Nachricht so unaufgeregt wie möglich aussehen zu lassen: Das Paar werde nicht mehr zu seinen royalen Pflichten im britischen Königshaus zurückkehren, erklärte der Buckingham-Palast. Die Queen habe nach Gesprächen mit dem Herzog von Sussex bestätigt, dass es nach dem Rückzug aus der königlichen Familie nicht möglich sei, "die Verantwortung und Pflichten fortzusetzen, die mit einem Leben im Dienste des Volkes" verbunden sind.

Auch ihre Schirmherrschaften und militärischen Ehrentitel müssen die beiden zurückgeben, was vor allem für Harry sehr schmerzlich sein dürfte. Nach seinem jahrelangen Dienst mit Einsätzen in Afghanistan hatte er stets engen Kontakt zur Armee gehalten und auch die "Invictus Games" mit ins Leben gerufen, ein internationaler Sportwettkampf für verwundete und versehrte Soldaten.

Nun sollen die Aufgaben neu unter den Mitgliedern des Königshauses verteilt werden. "Obwohl alle traurig über ihre Entscheidung sind, bleiben der Herzog und die Herzogin sehr geliebte Mitglieder der Familie", schrieb der Palast noch. Die Botschaft ist allerdings trotz der warmen Worte klar: Die neu gewonnene Freiheit hat ihren Preis.

"Wir können alle ein Leben im Dienste der Allgemeinheit leben"

Harry und Meghan leben mittlerweile mit Sohn Archie, 1, in Kalifornien, und hatten am Valentinstag verkündet, dass sie ein zweites Kind erwarten. Zuletzt hatte es einige Unstimmigkeiten in der royalen Familie gegeben. Die Queen zwang das Paar, auf die Bezeichnung royal in seinem Markennamen zu verzichten. Die lukrativen Verträge, die Harry und Meghan mit den Streaming-Plattformen Netflix und Spotify unterschrieben hatten, sorgten wiederum in Großbritannien für Ärger. Zuletzt hatte die Corona-Pandemie verhindert, dass man sich traf.

Das nun ganz formell vom Palast geschiedene Paar bekräftigte am Freitag über einen Sprecher, sein Engagement in Großbritannien und in aller Welt aufrechterhalten und weiter mit den Organisationen zusammenarbeiten zu wollen. "Wir können alle ein Leben im Dienste der Allgemeinheit leben. Das ist universell", ließen die beiden verkünden.

Etwas mehr Klarheit könnte das erste große Interview aus den USA bringen: Am 7. März will der US-Sender CBS ein Gespräch des Paares mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey, einer Freundin Meghans, ausstrahlen.

© SZ/dpa/afis/olkl
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