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SZ-Kolumne "Bester Dinge":Chill mal!

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(Foto: Giorgio Fochesato/Imago)

Über graue Haare muss man nicht mehr verzweifeln. Laut einer Studie können sie sogar ihre ursprüngliche Farbe wieder annehmen - wenn man sich entspannt.

Von Kerstin Lottritz

Wenn die Haut faltiger, der Gang schwerer, der Schatz an Lebenserfahrung aber immer größer wird, muss man der Realität ins Auge blicken: Man altert. Der eine früher, der andere später. Der eine souveräner, der andere weniger. Bei den ersten ausgeblichenen Haaren auf dem Kopf, die meist mit Mitte 30 sprießen, brechen manche in Panik aus. Es soll Regierungschefs gegeben haben, die dem mit Farbe entgegen wirkten. Dabei tröstete doch Friedrich Schiller: "Deine Weisheit sei die Weisheit der grauen Haare."

Wer sich nicht auf seine Weisheit berufen will, der darf immerhin mit hocherhobenem, ergrautem Haupt von sich behaupten, zur Generation "Best Ager" zu gehören - der Gruppe der besonders zahlungskräftigen Ü50-Jährigen. Wer mit einem Porsche vorfährt oder zur Poolparty einlädt, lenkt wiederum von der grauen Farbe auf seinem Kopf ab und fühlt sich gleich ein bisschen jugendlicher. Doch all den verkrampften Haareraufern, den dem Jugendwahn hinterher Hechelnden, den Schröders und Berlusconis sei zugerufen: Chillt mal lieber!

Der Schlüssel zur glücklich machenden Haarfarbe liegt nämlich in der Entspannung. Wer unter großem Stress leidet, dessen Haare ergrauen eher, haben Wissenschaftler der Columbia University nun herausgefunden. Die weitaus wichtigere Erkenntnis der Studie ist aber: Wer sich entspannt, dessen Haare können ihre ursprüngliche Farbe wieder annehmen. Was für herrliche Zukunftsaussichten sich daraus ergeben: Kinder (oder den unliebsamen Ehemann) aus dem Haus jagen, Rente genießen, dann kommt auch die Farbe wieder ins Haar zurück. Fehlt nur noch ein Rezept für die innere Haltung gegen faltige Haut.

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© SZ/vwu
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