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Brenner:Freiheitskampf

Auf einer Straße gibt es immer zwei Seiten, auch hier auf der L38 nach Ellbögen, ganz in der Nähe des Brenners: Für die einen ist das Schild ein Verbot, für die anderen eine Erlösung.

(Foto: Josef Wirnshofer)

In Ellbögen, Tirol, haben sie schon immer von Durchreisenden gelebt. Dann wurden es so viele, dass nichts mehr ging. Seit drei Wochen ist die Straße gesperrt, das Dorf kann wieder atmen. Und jetzt?

Von Josef Wirnshofer

An den Pfingstsamstag erinnern sie sich in Ellbögen genau. Der Feuerwehrkommandant, weil er gehofft hat, dass nichts passiert. Die Krämerin, weil sie versucht hat, irgendwie Ordnung in das Chaos vor ihrem Laden zu bringen. Der Wirt, weil er den ganzen Tag im Gasthaus gearbeitet hat, so viel war los. Und der Bürgermeister, weil er wusste: So geht's nicht mehr weiter.

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