Reden wir über:Lieder für den guten Zweck

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Reden wir über: Willi Sommerwerk spielte bereits einige Benefizkonzerte und setzt sich damit regelmäßig für gute Zwecke in der Region ein.

Willi Sommerwerk spielte bereits einige Benefizkonzerte und setzt sich damit regelmäßig für gute Zwecke in der Region ein.

(Foto: OH)

Willi Sommerwerk spielt Lieder von Reinhard Mey und sammelt Spenden für den Nachbarschaftshilfeverein Bürger für Bürger.

Von Eva Brandl

Der 73-Jährige Willi Sommerwerk spielt am Sonntag, 2. Oktober, ein Benefizkonzert in der evangelischen Kirche Wolfratshausen (Beginn: 19 Uhr). Damit sammelt er Geld für den Spielplatz am Vorkindergarten der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger, der durch ein Unwetter stark beschädigt wurde. Der Geretsrieder Liedermacher setzt sich damit zum wiederholten Mal mit seiner Musik für die Region ein. In der Vergangenheit sammelte er bereits Spenden für Brandopfer in Geretsried, Icking und Wolfratshausen.

SZ: Herr Sommerwerk, Bei Ihren vielen Benefizkonzerten fragt man sich ja fast: Spielen Sie eigentlich auch mal für sich selbst?

Willi Sommerwerk: Ja natürlich. Ich spiele Benefizkonzerte, wenn es erforderlich ist und gebraucht wird. Wenn ich das Gefühl habe, dass die Betroffenen aus ihrer Lage mit eigener Kraft nicht herauskommen, dann stelle ich mich zur Verfügung und mache das auch sehr gerne. Aber es ist nicht meine alleinige Priorität.

Sie spielen ein Benefizkonzert für den Spielplatz an der Kräuterstraße in Wolfratshausen, der durch ein Unwetter im Juli enorm beschädigt wurde. Wie kam es dazu?

Ich hab den Spendenaufruf von Frau Rühling, der Vorsitzenden des Nachbarschaftshilfevereins Bürger für Bürger, und den Bericht über den entstandenen Schaden auf Facebook und in der Zeitung gelesen. Dann habe ich gleich gedacht: Da lohnt es sich, dass ich mich einsetze.

Wenn es darum geht, für gute Zwecke Musik zu machen, scheinen Sie nicht lange zu fackeln. Wie fühlt es sich an, mit der eigenen Leidenschaft Gutes in der Region zu tun?

Ich habe das Talent Musik zu machen vom Leben geschenkt bekommen. Dieses Geschenk möchte ich weitergeben an diejenigen, die dieses Glück nicht hatten. Wir leben außerdem in einer Zeit, in der die Menschen alles als selbstverständlich hinnehmen - dass sie ein Dach über dem Kopf haben, dass sie in Frieden leben können, dass sie gesund sind und jeden Tag etwas zu essen haben. Aber das ist nun mal nicht selbstverständlich. Vielleicht sollte man darüber mehr nachdenken. Das ist meine Intention.

Worum geht es bei Ihrem Konzert, abgesehen von den monetären Spenden?

Ich möchte ein schönes Konzert machen. Die Menschen sollen danach beseelt nach hause gehen und sagen: Dafür habe ich gerne Geld gegeben. Sie sollen den guten Zweck unterstützen, aber auch selbst etwas von der Veranstaltung haben. Ich möchte den Menschen Freude machen.

Sie spielen zum wiederholten Mal Lieder von Reinhard Mey - hat die Liedauswahl einen speziellen Hintergrund?

Ich bin ein großer Fan von Reinhard Mey. Als ich 1968 das erste Lied gehört habe, habe ich erkannt, was man alles mit unserer Sprache machen kann. Seine früheren Lieder spielt er aber in seinen jetzigen Konzerten überhaupt nicht mehr. Ich bin oft auf Reinhard-Mey-Konzerten, und die alten Lieder, die mich mein ganzes Leben begleitet haben - ich bin inzwischen 73 - hört man dort eigentlich gar nicht mehr. Ich möchte aber eben nicht, dass sie in Vergessenheit geraten. Deswegen spiele ich diese alten Sachen.

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