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Tödliches Unglück:Zwei 19-Jährige sterben bei Unfall auf der B11 in Icking

Auto kracht gegen Baum - zwei junge Männer tot

Das Auto kam von der Fahrbahn ab und krachte mit dem Heck voraus gegen einen Baum.

(Foto: dpa)

Der Fahrer will zwei Autos auf regennasser Fahrbahn überholen. Die beiden jungen Männer aus Schäftlarn erliegen ihren Verletzungen.

Am Morgen danach erinnern nur noch eine weiße Kerze, Bremsspuren in der Wiese und ein paar Kratzer in der Rinde eines Baums an die Tragödie. Zwei junge Menschen haben am Montagabend bei einem Autounfall auf der Bundesstraße 11 in Icking ihre Leben verloren, zwei 19-jährige Freunde aus Schäftlarn.

Es regnet, die Straßen sind nass. Die beiden jungen Männer fahren gegen 21.30 Uhr auf der B 11 von Icking in Richtung Ebenhausen. Der Fahrer, der in München zur Schule geht, gibt kurz nach Schützenried Gas. Nach Angaben der Polizei will er zwei andere Autos auf einmal überholen. Die beiden anderen Fahrer geben hinterher in ihrer Vernehmung an, dass sie dem Wetter angemessen gefahren seien.

Beim Einscheren geschieht es: Der Wagen gerät ins Schleudern, dreht sich und prallt rückwärts gegen einen der Bäume am Straßenrand, die an dieser Stelle eher weit auseinanderstehen. Der 19-jährige Beifahrer stirbt an der Unfallstelle. Der gleichaltrige Fahrer kommt schwer verletzt mit dem Rettungswagen ins Klinikum Harlaching in München. Doch die Ärzte können ihm nicht mehr helfen. Er stirbt kurz nach Mitternacht.

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Der Schäftlarner Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) erfährt von der Polizei von dem Unglück. Die Familien der Burschen kennt man im Ort, Ruhdorfer sagt: "Wir sind sehr betroffen." Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter eingeschaltet, der die genauen Umstände aufklären soll.

Kurz vor der Unfallstelle wird das Tempolimit von 100 auf 70 gedrosselt - wegen einer Ausfahrt und einer Bodenwelle. "Eigentlich ist das eine relativ unkritische Strecke", sagt Ingo Wagner, Dienstgruppenleiter bei der Polizei in Wolfratshausen.

Ein Aufprall mit dem Heck voraus verlaufe oft verheerend. Kopf und Körper stießen dabei rückwärts in den Sitz, während bei einem Frontalzusammenstoß der Airbag den Aufprall bremse. Die B 11 war am späten Montagabend für rund drei Stunden gesperrt.