Leben in Geretsried:Mietzuschuss fürs Wohnen an der Banater Straße

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Bebauung Lorenz-Areal

So soll das riesige Quartier zwischen Elbe- und Banater Straße in Geretsried eines Tages aussehen.

(Foto: Kehrbaum Architekten/oh)

Bayern-Heim plant 159 geförderte Einheiten, die Anfang 2026 bezugsfertig sein sollen

Von Felicitas Amler

Die von der staatlichen Bayern-Heim GmbH erworbenen Wohnungen an der Banater Straße in Geretsried sollen Anfang 2026 bezugsfertig sein. Dies teilte das bayerische Bauministerium auf Anfrage mit. Von den insgesamt 198 Wohnungen werden 159 nach dem Modell der Einkommensorientierten Förderung (EOF) vermietet. Interessenten müssen einen Wohnberechtigungsschein haben, der an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden ist.

Die Bayern-Heim nennt dazu als Beispiel eine alleinerziehende Buchhalterin mit einem Kind und einem Jahresbruttoeinkommen von 40 600 Euro oder ein Ehepaar, Werkzeugmechaniker in Vollzeit und Erzieherin in 60-prozentiger Teilzeit, mit zwei Kindern und einem Einkommen von 36 800 plus 26 200 Euro brutto. Beide Haushalte hätten Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und bekämen eine Zusatzförderung, eine Art Mietzuschuss. Dieser orientiere sich am Einkommen und stelle den Differenzbetrag zwischen der zumutbaren Miete (eigene Mietbelastung) zu der tatsächlichen Erstvermietungsmiete dar. "Die Förderung wird in der Regel direkt an den Mieter ausbezahlt."

Wie hoch die Mieten der geförderten Wohnungen an der Banater Straße auf dem ehemaligen Lorenz-Areal sein werden, lasse sich derzeit noch nicht sagen, so das Bauministerium. Grundsätzlich gelte: "In Abhängigkeit der Lage der Wohnung in Bayern und des zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommens liegt die Mietbelastung der Haushalte durch die gewährte Zusatzförderung zwischen 3,50 Euro und 8 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche." Die Höhe der zumutbaren Miete werde für jede Maßnahme im Rahmen der Fördermittelbewilligung festgelegt. "Diese liegt für das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor."

An der Banater Straße in Geretsried errichtet die Wolfratshauser Krämmel-Unternehmensgruppe ein überregional als beispielhaft gewürdigtes Quartier mit insgesamt 770 Einheiten, von denen 30 Prozent geförderte, 30 Prozent frei finanzierte Mietwohnungen und der Rest Eigentumswohnungen sein sollen. Die Bauarbeiten laufen seit Sommer. Die Nachfrage ist bereits groß, wie Bauherr Korbinian Krämmel der SZ sagte - "für alle Arten von Wohnungen". Interessenten würden vorgemerkt, so Krämmel.

Zu jenem Baufeld, das die Bayern-Heim erworben hat, gehören außer den 159 EOF-Wohnungen noch 39 frei finanzierte. Sie sollen aber, so das Bauministerium, zu den gleichen Mietpreisen angeboten werden - allerdings ohne den EOF-Mietzuschuss. Die Stadt Geretsried erhalte für diese frei finanzierten Wohnungen ein Belegungsrecht für zwölf Jahre.

Im Einzelnen sind folgende Größen geplant: 31 Ein-, 80 Zwei-, 68 Drei-, 14 Vier- und fünf Fünfzimmerwohnungen.

www.bayernheim.de/einkommensorientierte-foerderung

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