Naturschutz:Amphibien auf Wanderschaft

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(Foto: BN/oh)

So früh wie nie sind die Frösche, Kröten und Molche in diesem Jahr aus ihren Winterverstecken gekommen. Der BN bittet Autofahrer um Rücksichtnahme und sucht nach neuen Helfern für die Amphibienrettung.

Die Amphibienwanderung hat im Norden des Landkreises so früh wie noch nie begonnen. Durch die ungewöhnlich milden Nachttemperaturen und das regnerische Wetter im Februar seien bereits zahlreiche Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterverstecken gekommen, wie die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) mitteilt. Bei der Wanderung zu ihren Laichplätzen geraten die Tiere in Lebensgefahr, wenn sie dabei Straßen überqueren müssen. Straßenmeistereien, Bauhöfe der Gemeinden und Aktive würden daher in den nächsten Tagen mobile Schutzzäune entlang der Straßen aufbauen. Diese sollen die Amphibien zu Sammelstellen führen, an denen die Tiere in Eimern über die Straßen gebracht werden, damit sie ihr Laichgewässer sicher erreichen. Im vergangenen Jahr konnten so laut BN allein im Landkreis rund 38 000 Tiere über die Straßen gebracht werden.

Der BN bittet Autofahrer, auf Amphibien und Helfer Rücksicht zu nehmen. Insbesondere in regnerischen Abend- und Morgenstunden seien die Amphibien unterwegs und die Aktiven im Einsatz. Für die Rettungsaktionen sucht der BN neue Ehrenamtliche, die an einem Abend pro Woche helfen, die Amphibien über die Straße zu tragen. Um den Einstieg zu erleichtern, bietet die Kreisgruppe am 7. März von 19 Uhr an einen Infoabend in Bad Tölz (Eichenstraße 1) an. Eine Anmeldung über Telefon 08171/26571 oder E-Mail an bad-toelz@bund-naturschutz.de ist erforderlich.

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