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Orkan "Sabine":Unterricht in den Landkreisen Starnberg und Landsberg fällt aus

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern sei die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg nicht gewährleistet, teilen die Landratsämter mit. Einschränkungen gibt es im Nahverkehr.

Wegen des von den Meteorologen angekündigten Sturms fällt an diesem Montag in allen Schulen in den Landkreisen Starnberg und Landsberg der Unterricht aus. Da vom frühen Morgen an bis zum Mittag mit Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von 100 bis 130 Stundenkilometern zu rechnen sei, könne die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg nicht gewährleistet werden, teilte das Landsberger Landratsamt mit. Im Landkreis Starnberg sei die Lage vergleichbar, sagte die Sprecherin des Landsratsamts, Barbara Beck.

In Landsberg war die Entscheidung nach einer Besprechung der Koordinierungsgruppe "Witterungsbedingter Schulausfall" gefallen. Wegen des Sturms sei zu befürchten, dass Straßen durch entwurzelte Bäume oder herabgefallene Äste nicht problemlos befahrbar sind, außerdem könnten Menschen durch herumfliegende Gegenstände gefährdet sein, teilt Sprecher Wolfgang Müller mit. Die Schulen im Landkreis Landsberg richten trotz des Unterrichtsausfalls einen Betreuungsdienst ein.

Züge der Regiobahn sollen erst von 8 Uhr an fahren

Betroffen sind auch Einrichtungen, die nicht der Landkreis betreibt: Am Landschulheim Kempfenhausen entfällt der Unterricht, eine Betreuung der Kinder werde sichergestellt, heißt es auf der Internetseite der Schule. Die Benedictus-Realschule in Tutzing bleibt laut Homepage geschlossen. An der Montessorischule in Biberkor entfällt der Unterricht, auch Schulbusse fahren laut Internetseite nicht. Das Kinderhaus soll geöffnet bleiben. Geschlossen bleiben die Werkstätten für Menschen mit Behinderung der IWL in Machtlfing und Landsberg.

Der Nahverkehr bereitet sich auf das Orkantief vor: Die Bayerische Regiobahn, die das Westufer des Ammersees anfährt, Oberlandbahn und Meridian planen, am Montag den Betrieb erst um 8 Uhr aufzunehmen und dann im Stundentakt zu fahren, teilt das Unternehmen mit. Die Schülerzüge vormittags und mittags sowie voraussichtlich alle Verstärkerzüge für Pendler morgens und abends sollen entfallen. Eine endgültige Entscheidung werde jedoch je nach Wetterlage erst in den frühen Morgenstunden getroffen. Vor Betriebsstart sollen Erkundungsfahrten mit leeren Zügen unternommen werden.

Die S-Bahn will am Morgen pünktlich starten, der Zehn-Minuten-Takt auf den Linien S2 (Dachau), S3 (Maisach/Deisenhofen) und S8 (Germering-Unterpfaffenhofen/Weßling) werde am Vormittag allerdings entfallen, teilt die Bahn mit.

Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt, den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden, Gegenstände im Freien zu sichern und sich von Bäumen, Gerüsten, auch Gebäuden möglichst fernzuhalten.

© SZ vom 10.02.2020 / rzl, dac
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