Kriminalität im Landkreis Starnberg:Gautinger Polizei: Mehr Aufgaben, mehr Ermittler

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Kriminalität im Landkreis Starnberg: Andreas Ruch (rechts) tritt die Nachfolge von Ernst Wiedemann als Inspektionsleiter an, der in einem Oldtimer nach Hause fahren durfte.

Andreas Ruch (rechts) tritt die Nachfolge von Ernst Wiedemann als Inspektionsleiter an, der in einem Oldtimer nach Hause fahren durfte.

(Foto: Polizei Gauting)

Die Inspektion ist künftig für ganz Krailling und Gilching zuständig und bekommt zwölf Beamte mehr. Neuer Chef ist Andreas Ruch.

Von Michael Berzl

Eine neue Dienststelle, mehr Beamte, ein größerer Zuständigkeitsbereich: Die Polizeiinspektion in Gauting bekommt nicht nur jetzt einen neuen Leiter, sondern künftig auch zusätzliche Aufgaben. "Die Bedeutung der Polizeiinspektion wird in Zukunft zunehmen", sagte Polizeipräsident Günther Gietl am Donnerstag bei der Vorstellung des Inspektionsleiters im Rathaus. Der 55-jährige Andreas Ruch, der das Amt seit Sommer schon kommissarisch übernommen hat, tritt in der kommenden Woche die Nachfolge von Ernst Wiedemann an, der sich in den Ruhestand verabschiedet und am Mittwoch seinen 60. Geburtstag gefeiert hat. Stellvertreter ist jetzt der 38-jährige Andreas Rau.

Gautings Polizei unter neuer Leitung; Neues Führungsteam  leitet Gautings Polizei

Stellvertreter der Gautinger Polizeiinspektion ist nun Andreas Rau (links), hier bei der Vorstellung mit Bürgermeisterin Brigitte Kössinger.

(Foto: Franz X. Fuchs)

Bisher ist die Gautinger Inspektion eine der kleineren. Dort sind 31 Polizeibeamte beschäftigt. Sie sind zuständig für einen Großteil des Gemeindegebiets sowie für Pentenried, Frohnloh, Gut Hüll und das Kraillinger Gewerbegebiet, nicht aber für Stockdorf, das von Planegg aus betreut wird. Das ändert sich künftig, wenn sich der Zuständigkeitsbereich an der Landkreisgrenze orientiert, wie Polizeipräsident Gietl erläuterte. Dann kommt sowohl das restliche Kraillinger Gemeindegebiet als auch Gilching hinzu. Die Fläche, in der Streifen aus Gauting unterwegs sind, wachse von 60 auf 100 Quadratkilometer, die Bevölkerung, für die sie zuständig sind, von 17 000 auf 46 000 Menschen. Zwölf Beamte mehr sind dann im Schichtdienst tätig. Allerdings geschieht all das erst in ein paar Jahren. Voraussetzung ist, dass das neue Dienstgebäude fertig ist.

Der Neubau entsteht auf dem Gelände des Handwerkerhofs am westlichen Ortsrand an der Abzweigung nach Pentenried. Der Baubeginn verschiebt sich immer weiter nach hinten. In dieser Woche hat Ruch erfahren, dass die Arbeiten nicht im kommenden Frühjahr beginnen, wie er gehofft hatte, sondern wohl erst im Herbst. Mit der Fertigstellung sei demnach nicht vor 2024 zu rechnen, sagte er in der Bürgerversammlung in Unterbrunn. So lange müssen die Beamten sich noch mit den Verhältnissen in dem Altbau an der Münchner Straße arrangieren, der in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.

Die Arbeitsbelastung in der Gautinger Inspektion ist vergleichsweise gering, wie Gietl vorrechnete. Während dort etwa 600 Strafanzeigen pro Jahr eingingen, seien es etwa in Germering 2500. Ruch hat also die Möglichkeit, sich seine Arbeitsschwerpunkte auszusuchen. "Steckenpferde" nennt er sie. So will er den Fahrradverkehr stärker kontrollieren und hat dazu zwei Elektro-Mountainbikes beschafft, mit denen er Beamte auf Streife schicken will. Ein weiterer Schwerpunkt ist für ihn die Verfolgung von Drogenkonsumenten. In seinen Augen hat es ich bewährt, insbesondere die Feier-Szene an der Würm im Auge zu behalten. "Wir werden es auf keinen Fall hinnehmen, dass in Gauting offen Drogen konsumiert werden", kündigte Ruch an.

Der Beamte mit dem Dienstgrad eines Ersten Hauptkommissars wohnt selbst seit gut 20 Jahren in Gauting und kennt daher die Gegebenheiten im Ort. Seine berufliche Laufbahn bei der Polizei begann 1989 in München. Es folgten Stationen bei der Kripo in Garmisch Partenkirchen, der Bereitschaftspolizei, bei der Fahndung, dem Kriminaldauerdienst und der Öffentlichkeitsarbeit im Präsidialbüro. Er war stellvertretender Inspektionsleiter in Starnberg und zuletzt in Germering.

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