Schockanruf:Abzocke mit der Mär vom tödlichen Unfall

Schockanruf: Mit Schockanrufen versuchen gut organisierte kriminelle Banden meist ältere Menschen (Symbolfoto) um deren Ersparnisse zu bringen.

Mit Schockanrufen versuchen gut organisierte kriminelle Banden meist ältere Menschen (Symbolfoto) um deren Ersparnisse zu bringen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Falsche Polizisten versetzen ihre Opfer in Angst und Schrecken. Die international operierenden Callcenter-Betrüger erbeuten in München erneut Bargeld und Gold.

Durch einen perfiden Schockanruf hat eine möglicherweise von Polen aus operierende Callcenter-Bande eine Münchnerin um ihr Erspartes gebracht. Knapp 10 000 Euro und Gold im Wert von 6000 Euro übergab die 57-Jährige am Montag einem polnisch sprechenden Abholer, nachdem zuvor am Telefon eine angebliche Polizistin ihr Opfer in Angst und Schrecken versetzt und so gefügig gemacht hatte.

Gegen zehn Uhr hatte die im Hasenbergl wohnende Frau den Anruf erhalten - von einem Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Eine angebliche Polizistin behauptete im Laufe des Telefonats, dass der Sohn der 57-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Gegen eine Kaution in Höhe von mehreren Tausend Euro könne er jedoch freikommen.

Ein etwa 30 Jahre alter, auf Polnisch telefonierender Mann mit kurzen Haaren, blauer Jacke und Jeans holte gegen 12.30 Uhr die Beute vor der Wohnung der im Bereich der Eduard-Spranger-, Weitl- und Rainfarnstraße wohnenden Frau ab.

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