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Prognose fürs Oktoberfest 2018:Wiesn-Leitung rechnet mit mindestens 6,2 Millionen Besuchern

gut gefülltes Hacker-Zelt auf dem Oktoberfest in München

Die Zelte wie hier das von Hacker-Pschorr waren in diesem Jahr immer gut gefüllt.

(Foto: AFP)

Im Prinzip ist Bürgermeister Schmid zufrieden mit dem Verlauf. Allerdings starb erstmals seit 27 Jahren ein Mensch auf dem Oktoberfest.

Ein fast perfektes Oktoberfest neigt sich dem Ende zu. Er gehe davon aus, dass es etwas mehr Gäste werden könnten als im Vorjahr, sagte Wiesn-Chef und Zweiter Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Freitag in einer ersten Prognose. Bis Sonntag könnten es mindestens 6,2 Millionen Besucher werden - so viele Gäste kamen bereits 2017, allerdings dauerte das Fest damals 18 Tage, also zwei Tage länger als heuer. Es komme nun auf das letzte Wochenende an, sagte Schmid. Wirte, Schausteller und Marktkaufleute seien bisher sehr zufrieden.

Ein Todesfall überschattete die erste Festwoche. Nach einer Schlägerei vor einem Bierzelt war ein Mann an einer Hirnblutung gestorben. Zuletzt war auf dem Fest im Jahr 1991 ein Besucher bei einem Streit getötet worden. Insgesamt sei die Wiesn aber entspannt und friedlich verlaufen, so Schmid: "Die Leute haben sich besser im Griff, sie verlieren weniger, es gibt einen Rückgang an Delikten und Sanitätseinsätzen." Schmid hatte schon zur Halbzeit von einem erstklassigen Publikum gesprochen hatte. Mehr Familien und mehr Senioren seien gekommen. "Die Zelte sind gut voll, aber man kommt überall noch rein und bekommt ein Platzerl."

Vor allem das fast durchweg sonnige milde Herbstwetter habe zum positiven Verlauf beigetragen. Gerade Eltern mit Kindern blieben bei Regen eher daheim, so Schmid, für sie seien Fahrgeschäfte und Zuckerwattestände draußen interessanter als die Bierzelte. Am Sonntag endet das Oktoberfest - dann zieht die Festleitung gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst ihre Bilanz.

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