"Absolute Premiumlage im Herzogpark, direkt an der Isar gelegen, mit grandiosem Blick auf die Flusslandschaft ... herrschaftliches Palais, Wohnkomfort auf höchstem Niveau, Architektur und Design in Vollendung ... meisterlich gestalteter Garten ... in der nobelsten Straße Münchens." An dieser Stelle des Exposés zu "Münchens teuerstem Haus" (tz), das für zu erlösende 38,3 Millionen Euro an der Pienzenauerstraße bis zum Jahr 2021 gebaut werden soll, ist man vor lauter superlativistischer Makler-Poesie schon etwas ermattet. Dabei ist man bei der "Neubau-Villa der Superlative", beim "revolutionären Projekt" und beim "Meisterwerk" noch so wenig angekommen wie bei den "herrschaftlichen Raumhöhen, großzügigen Flächen, stimmigen Proportionen" und den, herrlich, "hochwertigen Sockelleisten".
ArchitekturWas kostet ein Traumhaus?
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In München wird für mehr als 38 Millionen Euro eine Villa im "klassischen Stil" angeboten. Warum zahlen Menschen so viel Geld? Über die Suche nach dem Glück, das Unbehagen an der Moderne und was der Preis über den Wert aussagt.
Von Gerhard Matzig
