Leseraufruf:Was haben Sie in der U-Bahn mit anderen Fahrgästen erlebt?

Maskenpflicht im oeffentlichen Personennahverkehr. U-Bahn Muenchen am 29.07.2020. Auf dem Bahnsteig warten Fahrgaeste vo

Willkommen in der U-Bahn: eine Bühne für komische Situationen im Alltag.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Kleinkriminelle planen ungeniert einen Bankraub? Jemand transportiert sein Klavier mit der U6? Schreiben Sie uns Ihre kuriosen, lustigen oder einfach schönen Momente in der Münchner U-Bahn.

Manche Fahrten mit der U-Bahn sind so spannend, dass man freiwillig drei Haltestellen später aussteigt. Etwa wenn am Nebensitz zwei Kleinstkriminelle hemmungslos laut in grammatikalisch fragwürdigen Sätzen einen Bankraub planen. Die Rollen sind klar verteilt: Links der Enthusiast, der am liebsten gleich loslegen würde, rechts die Stimme der Vernunft (nicht der Moral).

Drei Stationen bis zum Ostbahnhof brauchen sie, um in die Bank zu kommen ("Lass ich mich anstellen. Und dann abends, versteck ich mich drin!" "Als was willst du da arbeiten?" "Hm... kenn ich eine da, die lässt mich rein!"). In Berg am Laim ist die Geldtasche schon aus dem Tresor getragen ("Stell dir vor, machst du auf - alles voller Scheine!" "Und die Farbe?" "Welche Farbe?" "Hast du noch nicht gehört? Platzt eine Patrone auf, bist du voller Farbe!" "Trag ich Sonnenbrille!"). Der Vernünftige erklärt, der Kumpel werde eh erwischt. Der ist nicht beeindruckt, schließlich habe er das Geld rechtzeitig versteckt, um nach der Haft als reicher Mann leben zu können. Und dann, fragt der Besonnene? "Lieben mich alle Frauen."

Ohne andere Fahrgäste wären U-Bahnfahrten viel ruhiger, gemütlicher und langweiliger: Auch schöne Momente bereichern den Alltag, etwa wenn die Rolltreppe mal wieder kaputt ist und man einer alten Frau die schwere Tasche trägt. Oben angekommen wünscht sie aus tiefstem Herzen: "Mögen Deine Zähne ewig halten!" Und zeigt lächelnd ihre Lücken.

Welche Begegnungen, Gespräche und Situationen in der Münchner U-Bahn bleiben Ihnen unvergessen? Schreiben Sie (gerne kurz und knapp) per Mail an muenchen-online@sz.de und nennen Sie uns Ihren Namen (Nachname auch abgekürzt) sowie Ihr Alter. Eine Auswahl der Einsendungen veröffentlichen wir auf sz.de/muenchen. Die Redaktion behält sich vor, die Beiträge zu kürzen.

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